Bikers' Project: Sicherheitstipps für den Bikerfrühling

Wien (OTS) - Bikers' Project ist eine unabhängige Initiative zur Erhöhung der Sicherheit der Motorradfahrer in Österreich. Engagierte Biker und Sicherheitsexperten wollen gemeinsam die Zahl schwerer Motorradunfälle drastisch senken. Die Initiative wird vom BM für Verkehr, Innovation & Technologie (Österreichischer Verkehrssicherheitsfonds) und den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark gefördert.

Der Bikers' Project-Koordinator Mag. Michael Praschl hat folgende Tipps zusammengestellt, die nicht nur im Frühjahr beherzigt werden sollten:

- An sich weiss jeder Zweiradfahrer, dass im Frühjahr mit Resten von Streusplitt zu rechnen ist. Trotzdem muss immer wieder auf die oft mangelnde Fahrbahngriffigkeit in Kurven erinnert werden. Rollsplitt, Fahrbahnausbesserungen mit Bitumen, Schlaglöcher, Bodenwellen, schmierige Fahrbahn durch Reifenabrieb oder Dieselreste müssen durch eine entsprechende Sicherheitsreserve des Fahrers ausgeglichen werden. Das klingt zwar nach Binsenweisheit, trotzdem sind die meisten schweren Motorradunfälle sogenannte "Alleinunfälle" in Kurven. Wer sich an die Grenzen der Physik herantasten oder sich mit anderen messen möchte, sei hier auf Rennstrecken oder Rundkurse ohne Gegenverkehr und ohne scharfkantige Leitschienensteher verwiesen.

- Nicht nur das Fahrzeug (eh' klar), sondern auch die Schutzausrüstung genau durchchecken oder von einem Fachmann prüfen lassen! Vielleicht sollten Sie sich einen moderneren Helm oder zumindest ein neues Visier gönnen. Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft oder von einem erfahrenen Trainer im Rahmen eines Fahrsicherheitstrainings (z.B.: Aktion "Road Experts" der Kraftfahrerclubs und Fahrschulen) beraten. Für jeden Fahrertyp gibt es die optimale Schutzkleidung!

- Fahre immer nach dem Motto "Der sieht mich nicht!" Die Autofahrer müssen sich im Frühjahr erst an die Biker gewöhnen und wissen im Allgemeinen wenig über die Eigenheiten des Motorradfahrens. Trotz Abblendlicht werden Motorräder sehr schlecht wahrgenommen. Rechnen Sie immer damit, nicht gesehen zu werden: beim Überholen, auf Kreuzungen, bei Einmündungen in Überlandstraßen (der berühmte "einbiegende Traktor!"), bei Garagenausfahrten, etc.

- Fehler anderer auszugleichen ist eine wichtige Überlebensstrategie für Motorradfahrer! Dafür muss man einerseits eine zusätzliche Sicherheitsreserve einkalkulieren und andererseits lernen, auf Kleinigkeiten zu achten, um das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer richtig prognostizieren zu können. Ein erfahrener Biker erkennt schon an der "Ohrenhaltung" eines Autolenkers, welche Aktionen zu erwarten sind.

- Für Einsteiger besonders wichtig: Richtig bremsen lernen! Erfahrungsgemäß wird das Verzögerungspotential moderner Motorräder von Anfängern und auch von manchen Routiniers nur zu einem Bruchteil ausgenützt. Bremsübungen unter Anleitung eines Trainers sind sicher ein guter Tipp. Bedenken Sie aber immer: Auf schlechter Straße mit "Splittauflage" bleibt die Bremsung immer ein Problem. Vorausschauendes Fahren ist daher immer angesagt!

- Lassen Sie sich nicht drängen! Viele "sportliche" Autofahrer halten hinter Motorrädern viel zuwenig Abstand. Dieses Problem wird dadurch verschärft, dass Biker zwar üblicherweise stärker beschleunigen können, vor Kurven aber - physikalisch bedingt - mehr Tempo zurücknehmen müssen als Autofahrer. Das kann zu gefährlichen Konflikten führen. Daher: Drängler vorbeilassen! Und ein Appell an Autofahrer: Bitte die vorgeschriebenen Abstände einhalten - auch beim Überholen!

"Wenn alle engagierten Personen, Firmen, Organisationen und Medien zusammenwirken, ist die Zielsetzung einer Reduktion der schweren Motorradunfälle um 50% innerhalb der nächsten 3 Jahre durchaus machbar," meint Praschl optimistisch.

Nähere Informationen: http://members.aon.at/mip (Bikers' Project)

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