Heinzl: Keine Daten über Atomtransporte durch Österreich im Verkehrsministerium

Riesiges Gefährdungspotential wird durch Infrastrukturministerin Forstinger völlig vernachlässigt

St. Pölten, (SPI) - Im Verkehrsministerium gibt es keinerlei Daten über den Transport von strahlenden Materialien oder radioaktiver Abfälle durch Österreich. Diesen Umstand musste Infrastrukturministerin Monika Forstinger bei einer jüngst im Nationalrat stattgefundenen Debatte zugeben. "Auf detaillierte Fragen ob, wann bzw. von und zu welchen grenznahen Kernkraftwerken Atomtransporte durchgeführt wurden, antwortete die FPÖ-Ministerin, dass sie für diese Daten nicht zuständig sei. Die Daten würden über die ÖSTAT bzw. bei anderen privaten Institutionen in Auftrag gegeben - und zwar nur bei Bedarf", zeigt sich der St. Pöltner Nationalrat Anton Heinzl erschüttert über die Unwissenheit und den fahrlässigen Umgang der Ministerin mit der Sicherheit der Bevölkerung.****

"Die Brisanz dieser Thematik zeigen die Auseinandersetzungen rund um die Castor-Transporte in unserem Nachbarland Deutschland. Nicht auszurechnen was passiert, wenn sich herumspricht, dass die österreichischen Behörden auf eine genaue Vorbereitung und Überwachung der Transitrouten keinen Wert legen. Österreich ist von Atomländern umgeben. Man stelle sich vor, bei einem Verkehrsunfall oder einer ähnlichen tragischen Katastrophe wie im Tauerntunnel ist ein Lkw, der radioaktiv strahlendes Material transportiert, verwickelt - und die österreichischen Behörden wissen gar nichts davon. Die Folgen sind gar nicht abzuschätzen, ganze Landstriche könnten radioaktiv verseucht werden, Tausende Menschen könnten Schaden nehmen. Ein derart fahrlässiger Umgang mit der Sicherheit der Bevölkerung ist absolut inakzeptabel. Hier müssen im Verkehrsministerium raschest entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, um für die Bevölkerung ein Höchstmaß an Sicherheit zu garantieren", so der St. Pöltner SP-Mandatar abschließend.
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