- 30.03.2001, 13:11:24
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Waneck: EU-Osterweiterung ist auch im Gesundheitsbereich große Herausforderung
Internationales Symposium in Tirol - Österreich übernimmt die Vorreiterrolle
Going, 2001-03-30 (BMSG) - "Die EU-Osterweiterung zählt zu den
größten Herausforderungen der nächsten Jahre und ist auch für die
Gesundheitspolitik der EU-Länder von besonderer Bedeutung", sagte
heute FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck anlässlich
eines Symposiums, welches gemeinsam vom Staatssekretariat für
Gesundheit und der IMC -International Medical Cluster, eine
Exportkooperation im Healthcarebereich mit Firmen der
österreichischen Gesundheitsindustrie, veranstaltet wird.
Bei diesem Symposium mit dem Titel "Entwicklung einer Web-
basierenden Kommunikationslösung im Gesundheitsbereich für EU-
Beitrittskandidaten", nehmen 19 Delegierte aus Zentral-, und
Osteuropa (darunter die Gesundheitsminister aus Polen und Tschechien
und Staatssekretäre aus Polen, Rumänien, Slowenien und Ungarn) teil,
um die Nutzung einer Web-basierenden Kommunikationslösung im
Gesundheitsbereich zu beschließen. "Österreich positioniert sich
hierbei als Förderer des Integrationsprozesses für EU-
Beitrittskandidaten", so Waneck.
Der Erweiterungsprozess werde in einer sehr formalen Struktur
seitens der Gemeinschaftsinstitutionen und der jeweiligen
Außenministerien durchgeführt, wobei dieser Prozess durchaus als
Makro - Aktionsplan zu verstehen sei. "Mein Ressort wird im Rahmen
dieser Entwicklungen laufend um Stellungnahmen und Inputs ersucht.
Der gemeinschaftliche Rechtsbesitzstand im Bereich der öffentlichen
Gesundheit wurde in diesem Zusammenhang in das Verhandlungskapitel
'Soziales' integriert und ist im wesentlichen ausverhandelt",
berichtete Waneck.
Sehr positiv hob Waneck hervor, dass die Beitrittskandidaten
bereits jetzt an diversen gemeinschaftlichen Aktionsprogrammen aus
dem Bereich der öffentlichen Gesundheit teilnehmen können. Dazu
würden, so Waneck weiter, unter anderem die EU-Aktionsprogramme zur
Verhütung von Krebs, zur Verhinderung des Drogenmissbrauchs, zur
Bekämpfung von AIDS und übertragbaren Krankheiten zählen. Überdies
werde den Beitrittskandidaten schon jetzt ermöglicht, am Aufbau
eines gemeinschaftlichen epidemiologischen Netzwerkes für
übertragbare Krankheiten mitzuwirken und am Programm für
Gesundheitsberichterstattung teil zu nehmen.
Österreich sei aber auch auf rein nationaler Ebene im Hinblick
auf Erweiterungsfragen tätig gewesen. "Wir haben mit
unterschiedlichsten Experten aus den Beitrittskandidatenländern
Erfahrungen und Informationen über Spezialfragen unserer
Gesundheitssysteme ausgetauscht", so Waneck. "In diesem Zusammenhang
waren die bereits seit Jahrzehnten bestehenden Gesundheitsabkommen
unseres Landes mit Polen, Ungarn, der Tschechei, Bulgarien, der
Slowakei und Russland eine hilfreiche Unterstützung. Seit meinem
Amtsantritt habe ich Treffen mit meinen Arbeitskollegen in Polen und
der Slowakei absolviert. Über den Kreis der Beitrittswerber hinaus
haben wir überdies Gespräche mit Weißrussland, Georgien, Armenien
und dem ehemaligen Jugoslawien initiiert", so Waneck.
Die europäische Kommission, Generaldirektion SANCO, setze zum
Thema "Gesundheit und Erweiterung" Initiativen, die über die reinen
Beitrittsverhandlungen hinaus gehen, zeigte sich Waneck erfreut.
Dabei versuche sie in Gemeinschaftsarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten
Prioritäten für engere Kooperationen zu definieren, Überschneidungen
der einzelstaatlichen Aktivitäten zu vermeiden und dem
Gesundheitsbereich insgesamt einen größeren Stellenwert zu
verleihen. "Vertreter meines Ressorts sind in diese Entwicklungen
aktiv eingebunden und ich bin überzeugt, dass auch das heutige
Symposium wertvolle inhaltliche Anstöße für unsere Arbeit bringen
wird", schloss Waneck. (Schluss) mg nnn bxf
Rückfragehinweis: Bundesministerium für soziale Sicherheit und
Generationen
Pressesprecher Martin Glier
Tel.: (01) 71100-4619
http://www.bmsg.gv.at
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