Cap zu ORF-Weisen: Gebühren erhöhen, damit deutsche Medienriesen Gewinne machen

SPÖ-Mediensprecher bezweifelt Sinnhaftigkeit von Definition anspruchsvollen Programms

Wien (SK) "Da der ORF bei den Werbeeinnahmen beschnitten werden soll, damit die deutschen Medienriesen mehr Gewinn machen können, werden entweder gute Sendungen wie 'Julia' sowie die Übertragung der Fußball-WM nicht mehr möglich sein, oder - um diese Programminhalte beizubehalten - die Gebühren erhöht", zeigte SPÖ-Mediensprecher Josef Cap am Mittwoch im Nationalrat die Folgen jener Ziele auf, die der "selbst ernannte" ORF-Weisenrat für den ORF genannt hatte. Die "Weisenforderung", Werbung im ORF dürfe nicht irreführen, kommentierte Cap ironisch: "Dann muss die Regierung sofort ihre Kampagne 'Zukunft ohne Schulden' einstellen, denn das ist Unterbrecherwerbung zwischen gescheitem Programm." Unverständlich ist für ihn auch die Forderung, der ORF solle hinkünftig nur mehr anspruchsvolles Programm im Hauptabendprogramm zeigen: "Wer sagt, denn was anspruchsvoll ist? Bereitet uns dann gar der Bundeskanzler eine Zwangsbeglückung? Sagt er dann, was uns gut tut, wer die Blöden, wer die Anspruchsvollen sind? " ****

Cap äußerte sich auch zur Kultur: "Die Kunst erhält 25 Millionen Schilling mehr, aber für den Umbau des Musikvereins, was zwar sehr schön ist, wovon die Musiker aber wenig haben." Im Zusammenhang mit der "Vertragsverlängerung ohne Ausschreibung" von Ian Holender kam auch der Opernball nicht gut weg: "Das ist eine innovationslose Selbstbeweihräucherung - da gehen nur die hin, die es müssen." (Schluss) re

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