Eisenbahner fordern einheitliches Unternehmen ÖBB

GdE-Vorsitzender Haberzettl: Vorrang der Sicherheit gewährleisten

Wien (GdE(ÖGB). Im Mittelpunkt des heutigen weltweiten Aktionstages der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) steht der Erhalt des sicheren, umwelt- und benutzerfreundlichen Bahnsystems. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Eisenbahner, Wilhelm Haberzettl, wies bei einer Veranstaltung am Wiener Südbahnhof daraufhin, dass sich die Gewerkschaft zum Wettbewerb bekennt, aber gleichzeitig die Politik dazu aufruft, endlich Bedingungen für einen fairen Wettbewerb der Verkehrsmittel zu schaffen. Dazu sei vor allem notwendig, dass von den Plänen zur Zerschlagung und Privatisierung der ÖBB Abstand genommen werde.+++++

Im Zuge der internationalen Bemühungen um eine Liberalisierung des Schienenverkehrs sind folgende grundsätzlichen Notwendigkeiten unabdingbar, sagte Haberzettl.

O Die ÖBB müssen weiterhin ein einheitliches Unternehmen bleiben.

O Die Verantwortlichkeiten zum Thema Sicherheit der Bahn müssen klar geregelt sein.

O Es müssen einheitliche Sicherheits-Standards für alle Eisenbahnunternehmen gelten.

O Jedes Eisenbahnunternehmen muss ein klares Sicherheitsmanagement vorlegen, einschließlich eines Konzepts des Notfallmanagements bei Abweichungen vom Regelbetrieb.

O Es müssen genaue Qualifikationstandards sowie Standards für die medizinische und psychologische Eignung für das Personal und die Ausbildungsstätten definiert werden.

O Jedes Eisenbahnunternehmen muss mit qualifiziertem Personal in ausreichender Zahl arbeiten.

EisenbahnerInnen über das Verhalten der Verkehrsministerin sehr verwundert

Haberzettl urgierte in der öffentlichen Diskussion über die Frage der Trennung der Bereiche Absatz und Infrastruktur bei den ÖBB sicherheitsrelevante Aspekte. Die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner seien über das Verhalten von Verkehrsministerin Monika Forstinger sehr verwundert, da diese zwar offiziell "neue Wege" in der österreichischen Verkehrspolitik suche, gleichzeitig aber sich willfährig als Werkzeug für das politische Abenteuer der ÖVP hingebe, das Unternehmen ÖBB mutwillig zu zerstören.

Haberzettl: "Wenn nun auch in der FPÖ erkannt werde, dass man nicht mit technokratischen Entscheidungen über die Leute drüberfahren dürfe, dann kann die Zerschlagung der ÖBB nicht Sinn und Zweck einer modernen Verkehrspolitik sein!"(ff)

ÖGB, 29. März 2001
Nr. 255

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