Povysil: Radioaktiver Abfall: Höchstmaß an Sicherheit durch grenzübergreifende Maßnahmen

Größtmöglicher Schutz vor radioaktiver Strahlung durch höchste Sicherheit und vernetzte Information

Wien, 2001-03-28 (fpd) - "Verhinderung, Schutz und Abwehr von radioaktiver Strahlung muß über die Grenzen Österreichs und Europas hinweg anwendbar sein", bemerkte die freiheitliche Abg. Prim Dr. Brigitte Povysil in der Plenardebatte zum Thema "Behandlung von radioaktiven Abfällen". ****

"Als Radiologin bin ich mit den Gefahren von Radioaktivität und Strahlung bestens vertraut. Es gilt daher Maßnahmen zu setzen, welche ein grenzüberschreitendes Koordinieren und Einschreiten auch völkerrechtlich ermöglicht. Tschernobyl hat uns einen bitteren Vorgeschmack gegeben. Temelin und die anderen Kraftwerke rund um Österreich und besonders deren Nähe zu Oberösterreich zeigen die möglichen Gefahren besonders auf", so Povysil.

"Produktion radioaktiver Spaltprodukte, Transport des radioaktiven Abfalls sowie seine Endlagerung bedeuten eine in der Geschichte noch keinem Gremium gestellte moralische Verantwortung für uns und unsere Nachkommen", betonte Povysil.

"Es sind bis jetzt rund 80 Tonnen Plutonium in den 400 weltweit bestehenden Kernkraftwerken entstanden. Plutonium, wenn inkorporiert, ruft Krebs hervor. 139 PU hat eine Halbwertzeit von 24.000 Jahren." skizzierte Povysil.

"Zehn Kilometer von Temelin entfernt liegen auf 260 Hektar frei zugänglich 36 Mio Tonnen radioaktiver Abwässer und Schlamm, unklar ist, was damit geschieht. Debakel der Castortransporte von La Hague nach Gorleben sind allen, auch aus Aktualität, ein Begriff. Die Endlagerung jedoch ist noch immer ungelöst. Die Reststrahlungsbelastung von Tschernobyl ist ein Klacks gegen die noch weltweit ungelöste Atommüllagerung", so Povysil.

"Wir brauchen daher grenzübergreifende Maßnahmen, um bereits bei Transport und Zwischenlagerung ein Höchstmaß an Sicherheit zu haben, daher ein Ja zu diesem Staatsvertrag", schloß Povysil. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 /5491

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC