LR Schwärzler: Eigenverantwortung ist der beste Schutz

Maul- und Klauenseuche - Vorsicht geboten, aber keine Panik

Bregenz (VLK) - Urlaub am Bauernhof, Schüler auf
Schullandwochen in Irland, Bauernversammlungen im Allgäu, Seuchenteppiche und Wurstsemmelerlässe; alles ist wegen der drohenden Gefahr durch die Maul- und Klauenseuche (MKS) "aus
dem Häuschen". Landesrat Erich Schwärzler appelliert:
"Eigenverantwortung ist der beste Schutz und ein Gebot der
Stunde. Es ist Vorsicht geboten, aber keine Panik." ****

Die echten Gefahren der MKS-Ausbreitung sitzen woanders
und sind nach der Erklärung des Britischen
Landwirtschaftsministers mittlerweile erkannt:
- Der Primärausbruch in England kam durch doppelte
Missachtung von veterinärbehördlichen Vorschriften zu Stande:
zum einen illegaler Fleischimport (aus Asien, exotischer
Virusstamm) und zum anderen illegale Entsorgung von
Küchenabfall (ohne Abkochung Verfütterung an Schweine).
- Die Ausbreitung auf den Kontinent war nur möglich, weil MKS
in England vier Wochen nicht erkannt wurde und somit keine Beschränkungen im Vieh- und Warenverkehr erfolgten. Alle Sekundärausbrüche sind direkte Kontaktbetriebe (über
Viehverkehr) oder deren unmittelbare Nachbarbetriebe.

Alle Reisenden werden auf das Einfuhrverbot von
Lebensmitteln tierischer Herkunft hingewiesen.
Unmissverständlich müsse jedoch die Aufforderung sein, veterinärbehördliche Vorschriften wirklich lückenlos
einzuhalten, so Landesrat Schwärzler, der insbesonders an die Adresse der Gastronomie einen dringenden Appell richtet:
"Kaufen Sie nur kontrollierte und zertifizierte Ware von zugelassenen Betrieben zu. Verzichten Sie auf Drittlandware,
denn auch in Argentinien herrscht Maul- und Klauenseuche, und entsorgen Sie den Küchentrank nur über konzessionierte
Entsorger, wo gesichert ist, dass abgekocht wird!"

"Nachdem die MKS-Angst bereits den Tourismus erreicht hat, dürfte bei der Gastronomie jetzt die entsprechende Einsicht
für diese Maßnahmen gegeben sein", meint auch Landesveterinär Erik Schmid, der sich in den letzten Jahren beim Aufbau entsprechender Entsorgungs- und Kontrollsysteme immer wieder
über mangelndes Problem- und Risikobewusstsein gewundert hat.
"Die Schweinepest war als Argument offensichlich nicht so
stark, wie die MKS", so Schmid.
(so/gw,nvl)

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