Österrreichs Sport: 74,6 Mrd Wertschöpfung und 100.000 Arbeitsplätze

Studie "Die wirtschaftliche Bedeutung des Sports" in WKÖ präsentiert

Wien (PWK235) - "Gesamt gesehen ist der Sport in Österreich für eine Wertschöpfung in Höhe von 74,6 Mrd Schilling verantwortlich und sichert in der österrreichischen Volkswirtschaft beinahe 100.000 Arbeitsplätze", erklärte Studienautor Werner Clement vom Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) am Mittwoch anlässlich der Präsentation der Studie "Die wirtschaftliche Bedeutung des Sports in Österreich" in der Wirtschaftskammer Österreich. Die auf Initiative des Sportartikelhandels gemeinsam mit den Seilbahnen, der Skiindustrie und dem Tourismus zustande gekommene Studie verdeutlicht, welche Dimension die sogenannte "Sportindustrie" in Österreich hat. Die vom Sport angeregte Wertschöpfung entspricht beinahe drei Prozent des österreichischen Bruttoinlandprodukts -somit einer höheren Wertschöpfung als der des gesamten Burgenlandes. Ein Vergleich mit allen Berufstätigen macht deutlich, dass 2,6 Prozent vom Sport gesichert werden.

In der Studie wurde unterschieden zwischen dem sogenannten Kernbereich mit Sportvereinen und -verbänden, Sportgroßveranstaltungen, Schulsport, Sportinfrastruktur (Sportplätze, Fitnesszentren etc.), sportrelevante Berichterstattung in Printmedien und Rundfunk, Sportartikelerzeuger und Sportartikelhandel einerseits und dem Sporttourismus andererseits. In den einzelnen Teilbereichen des Sportsektors und in den Zulieferbetrieben (= direkte und indirekte Effekte) wird 1998 eine Wertschöpfung in Höhe von 64,5 Mrd. Schilling geschaffen. Werden zusätzlich die Konsum- und Investitionseffekte durch die Beschäftigung in diesen Unternehmen miteinbezogen, so liegt die gesamte vom Sport in Österreich angeregte Wertschöpfung bei 74,6 Mrd Schilling. Diese 74,6 Mrd Schilling Wertschöpfung teilen sich auf den Kernbereich und den Sporttourismus zu beinahe gleichen Teilen auf. Im Kernbereich ist das wichtigste Segment jenes der Sportvereine und -verbände mit rund 18 Prozent des gesamten Kernbereichs. An die zweite Stelle rückt mit einem Anteil von rund 14 Prozent der Sport im öffentlichen Sektor (entspricht einer Wertschöpfung von ATS 5,3 Mrd.) Im Sporttourismus nehmen die Hotels und Gaststätten unbestritten den größten Teil ein: mit 57 Prozent liegt die angeregte Wertschöpfung bei rund 21 Mrd Schilling.

Die Auswirkungen des Sports sind jedoch nicht nur in der Beschäftigung und Wertschöpfung zu finden. Auch der technologische Aspekt ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Technologie, die ursprünglich für den Sportsektor entwickelt wurde, findet auch in anderen Branchen Anwendung (man denke beispielsweise an die Weiterentwicklung der Kunststofftechnologie für Sportgeräte für den Einsatz in der Flugzeugindustrie). Es ist zu erwarten, dass die sportlichen Aktivitäten in Zukunft weiter stark zunehmen werden. Verantwortlich dafür sind unter anderem ein steigendes Gesundheitsbewusstsein, eine höhere Lebenserwartung und die wachsende Freizeit.

"Wenn Österreich zu Recht sowohl im Spitzensport als auch im Breitensport als Sportnation bezeichnet wird, sind die dafür notwendigen Aufwendungen nicht als Kostenfaktor zu betrachten, sondern als Investition, die nachhaltig Arbeitsplätze und Wirtschaftsleistung sichert und eine Voraussetzung für den Tourismus darstellt", appellierte der Initiator der Studie, Ernst Aichinger, Sprecher des Sportartikelhandels in der WKÖ. (EBK)

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