Müller: Mit Entwicklungshilfe den Weg zur Selbsthilfe fördern

Wien, 2001-03-28 (fpd) - Der freiheitliche Abg. Hans Müller machte in der Budgetdebatte im Nationalrat darauf aufmerksam, "daß sich Österreich nicht davor ausschließen kann, die ärmsten Länder zu unterstützen". Dabei solle nicht allein der finanzielle Aspekt berücksichtigt werden, sondern ein sinnvoller Weg zur Selbsthilfe im Vordergrund stehen.****

Österreich werde sich am Internationalen Fond für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) im Zeitraum von fünf Jahren (2004 - 2008) mit einem Betrag von 5,9 Millionen US-Dollar (etwa 90 Millionen Schilling) beteiligen. Dieser Betrag ergebe eine jährliche Zuwendung von 18 Millionen Schilling. Bezüglich der Höhe dieser Fördersumme könne man unterschiedlicher Meinung sein, so Müller. "Wenn ich etwa den Förderbericht für 1999 hernehme und sehe, was alles in Österreich in Millionenhöhe gefördert wird, stimmt mich der IFAD-Beitrag schon etwas nachdenklich", erklärte Müller.
Mit diesem Entwicklungshilfeprogramm würde sich Österreich, gemessen an der Summe, im letzten Drittel der reichen Industrieländer befinden.

Österreich ist dem Übereinkommen zur Errichtung des IFAD als Gründungsmitglied mit Wirkung vom 12. Dezember 1977 beigetreten. Der Fond hat 161 Mitgliedsländer (22 Industrieländer, 12 Mitgliedsstaaten der OPEC, 127 andere Entwicklungsstaaten). Im Sommer 2000 wurde über die 5. Wiederauffüllung des IFAD mit einem Gesamtvolumen von 460 Mill. US-$ beschlossen. 360 Mill. $ davon tragen Industrieländer, 40 Mill. $ die OPEC-Staaten und 60 Mill. $ andere Entwicklungsstaaten (freiwillig) bei.

"Mit dieser finanziellen Unterstützung an die ärmsten Entwicklungsländer soll nicht nur deren landwirtschaftliche Struktur verbessert werden, sonder vor allem der Weg zur Selbsthilfe beschritten werden", betonte Müller und verwies auf eine alte Volksweisheit: "Schenkst Du einem Hungernden einen Fisch, so wird er Dir danken, den Fisch verzehren - und auf den nächsten warten. Deshalb der Rat: Gib ihm eine Angel und Netz und lehre ihn selbst Fische zu fangen"!

"Ich sehe die kontrollierte Unterstützung der Entwicklungsländer nicht nur als ein Muß als Mitgliedsland der IFAD an, sondern auch als eine christliche Verpflichtung den Ärmsten der Armen mit finanziellen Mitteln sinnvoll zu unterstützen", schloß Müller. (Schluß)

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