Neue Trends in Werbung und Marktkommunikation auf der "Publica 2001"

Unglaublicher Aufstieg zur siebtgrößten Branche - "Wohin geht das Marketing?" lautet das Motto der Messe

Wien (PWK234) - Wohin geht das Marketing? So lautete nicht nur das Motto der Internationale Fachmesse für Marketing, Werbung, Event und Kommunikation "Publika 2001", die heute in Wien eröffnet wurde. Die Zukunft der Branche war auch Thema des Eröffnungsvortrags von Walter Ruttinger, Vorsteher des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation, der mit aktuellen und eindrucksvollen Zahlen aufhorchen ließ.

Während "Werbung und Marktkommunikation" von 1990 bis 1995 noch am 19. Platz in der Reihung der großen Berufsgruppen in der Wirtschaftskammer lag, begann in den letzten fünf Jahren ein rasanter Anstieg der Neuanmeldungen: Inzwischen befindet man sich mit 10.807 aktiven Mitgliedern im Jahr 2000 bereits auf Rang sieben, wenn man den Allgemeinen Fachverband des Gewerbes als uneinheitliche Berufsgruppe außer Acht lässt.

Mit einem von focus erhobenen Mediavolumen von ATS 27,82 Mrd. und 8,4% Wachstum im Jahr 2000 kann die Branche ebenso auf Expansion setzen wie mit einem Branchenumsatz von etwa ATS 45 Mrd, der im heurigen Jahr erreichbar scheint. Dafür reklamiert der Fachverband aber geeignete Rahmenbedingungen. Dazu gehört die endgültige Abschaffung der Werbeabgabe bis 2003, wofür in den nächsten Wochen eine Plattform aus Wirtschaftskammer, Auftraggebern, Medien und Werbeagenturen geschaffen wird.

Weiters wird einem europäischen Trend entgegengetreten, durch Werbebeschränkungen und -verbote zusätzliche legistische "Maulkörbe" schaffen zu wollen. So verweist etwa der Präsident des Internationalen Währungsfonds, Horst Köhler, darauf, dass "in Europa immer noch zu viel reguliert wird". Der Fachverband plant übrigens im Rahmen seines anlässlich der Publica vorgestellten Internetportals www.fachverband-werbung.at eine eigene Dokumentation über die vielfältigen Beschränkungen in Österreich, mit denen sich die Branche herumschlägt.

Der Fachverband sieht darüber hinaus wichtige Gesichtspunkte, wohin das Marketing geht, bzw. in Österreich nicht gehen sollte. Regulative können entfallen, wenn sich die Branche ihrer großen kommunikativen Verantwortung bewusst ist und "auf Sex, Crime und Violence verzichtet, was im gegebenen redaktionellen Umfeld von Medien heutzutage fast zu einer Sonderstellung von Werbung führt", so Ruttinger. Er appellierte an seine Berufskollegen, einem Trend aus den USA eine Absage zu erteilen: "Guerilla-Marketing", so die Bezeichnung, operiert mit aggressiven, primitiv gesetzten Effekten, wobei Auffälligkeit das einzige erkennbare Ziel ist. "Es ist nicht alles moralisch vertretbar, nur weil es gesetzlich nicht verboten ist", so Ruttinger, der den Erfolg von Werbung als Instrument "auf die positive Grundhaltung der überwältigenden Mehrzahl der österreichischen Kampagnen" zurückführt.

Bei der Präsentation des Fachverbandes auf der Publika, die von Berufsgruppenobmann Wolfram Hermann-Hubler gestaltet wurde, verlor ein aufgewuchteter Smart den Boden unter den Rädern, ganz ohne Elchtest. Der erfolgreiche Kleinwagen diente dann auch gleich als Projektionsfläche für die Vorstellungen der Leistungen und Vorhaben des Fachverbandes.

Der Schwerpunkt der "Public 2001" liegt heuer auf den Neuen Medien und dem Direct-Marketing, hier im speziellen bei Call Center/Customer Care sowie Event-Locations, -Services und -Incentives. Daneben wurden die Themen Aus- und Weiterbildung, Agenturen, E-Business, In- und Outdoorwerbung, Licht- und Tontechnik sowie Webmarketing und -design abgehandelt. Die Messe dauert noch bis 30. März. (MH)

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