AKS: "Nachsitzen für SchülerInnen ist von gestern"

Flächendeckende Konfliktmanagementschulungen werden von Bildungsministerin Gehrer gefordert

Wien (SK) Auf weiteren Protest stoßen die Pläne der Regierung, Erziehungsmittel gegen SchülerInnnen auszubauen. "Bildungsministerin Gehrer sitzt am falschen Dampfer. Bereits jetzt kommt es zur wiederholten Verletzung von SchülerInnenrechten an den Schulen", übte Oliver Prausmüller, AKS Bundesvorsitzender, Kritik anlässlich der heutigen Behandlung eines diesbezüglichen Entschließungsantrags im Nationalrat. ****

Wiederholt negative Erfahrungen haben SchülerInnen mit der "Handhabe" von "Nachsitzen" gemacht. Obwohl "Nachsitzen" im Schulunterrichtsgesetz untersagt ist, werde dieses Verbot von einzelnen Schulleitungen mit dem verschönerndem Begriff "compensation time" umgangen. "Bildungsministerin Gehrer 'Erziehungsverträge' eröffnen weiteren Freiraum für Willkür. Nachsitzen für SchülerInnen ist von gestern. Wir erwarten uns eine klare Distanzierung der Ministerin von dererlei Vorgangsweisen", forderte Prausmüller.

Weitergehend fordert der SchülerInnenvertreter "flächendeckende Konfliktmanagementschulungsangebote". Nur so könne ein "offenes und qualifiziertes Konfliktmanagement stabil aufgebaut werden". Für Irritationen unter den SchülerInnenvertretern hatte das Fernbleiben der VetreterInnen von FPÖ und ÖVP von einer diesbezüglichen ExpertInnendiskussion auf dem größten SchülerInnnenvertretungskongreß Österreichs trotz Zusage Anfang März gesorgt. Dort wurde u.a. seitens des Salzburger Erziehungswissenschafters Volker Krumm die Ausbildung von "SchülerInnen als KonfliktmediatorInnen" favorisiert. (Schluss) ns/mm

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