EU-Kommission genehmigt 2,2 Milliarden öS für innovative ländliche Entwicklungsprojekte in Österreich

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission hat im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative "LEADER+" das österreichische "LEADER+"-Programm für den Zeitraum 2000 - 2006 genehmigt. Das Programm ist mit 161,5 Millionen Euro (2,2 Mia. öS) dotiert, wovon 75,5 Millionen Euro durch den Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL - Abteilung Ausrichtung) finanziert werden. EU-Agrarkommissar Franz Fischler sagte dazu:
"Insgesamt stehen rund 2,2 Milliarden öS zur Verfügung, um Pilotprojekte im ländlichen Raum zu fördern. LEADER+ ist eine Initiative, die die neue Philosophie der Gemeinsamen Agrarpolitik unterstreicht. Wir wollen eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum unterstützen und dabei vor allem auf die lokalen und regionalen Besonderheiten in Europa Rücksicht nehmen. LEADER+ ist auf die nachhaltige Erhaltung, Weiterentwicklung und Stärkung des Lebensraumes der gesamten ländlichen Bevölkerung gerichtet. Hierbei sollen Chancengleichheit, Einkommenssicherung, Innovationsförderung, die Stärkung der regionalen Identität sowie die Intensivierung der nationalen und transnationalen Zusammenarbeit gebührende Beachtung finden."****

Das Programm umfasst die ländlichen Gebiete (Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern) des gesamten Bundesgebietes mit Ausnahme des Bundeslandes Wien.

Es zielt darauf ab, gebietsbezogene integrierte Entwicklungsprogramme lokaler Aktionsgruppen mit Pilotcharakter sowie die Zusammenarbeit zwischen ländlichen Gebieten (auf nationaler und transnationaler Ebene) zu fördern. Im Rahmen dieses Programmes können bis zu 70 lokale Aktionsgruppen gefördert werden. Sie werden auf der Basis der in dem Programm genehmigten Auswahlkriterien durch den Mitgliedstaat ausgewählt.

Die von den lokalen Aktionsgruppen vorzuschlagenden Programme müssen um eines der nachstehenden übergeordneten Themen zentriert sein:

- Einsatz neuen Know-hows und neuer Technologien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Erzeugnisse und Dienstleistungen der Gebiete;

- Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum;

- Aufwertung der lokalen Erzeugnisse, indem besonders Kleinbetrieben durch kollektive Massnahmen der Marktzugang erleichtert wird;

- Valorisierung des natürlichen und kulturellen Potentials einschliesslich der Flächen von gemeinschaftlichen Interesse, die im Rahmen von NATURA 2000 ausgewählt wurden.

Die Programme müssen den Besonderheiten der jeweiligen Gebiete Rechnung tragen und sowohl gegenüber der bisherigen Praxis in dem betreffenden Gebiet als auch im Vergleich zu den Methoden der sogenannten Mainstream-Programme neu sein. Des weiteren muß ihr Pilotcharakter aufgezeigt werden.

Diese Programme sollen durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen ländlichen Gebieten in Österreich sowie mit anderen Mitgliedstaaten eine Ergänzung finden und in den betreffenden Gebieten einen echten zusätzlichen Nutzeffekt schaffen und in gemeinsamen Aktion münden.

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