Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Kommentar: Fahr´ma, euer Gnaden

Ausgabe vom 28. März 2001

Klagenfurt (OTS) - Fahr´ma, euer Gnaden - so lautet der Text zu einer in der "Presse" auf Seite 1 prangenden Karikatur. Sie zeigt einen rundum zufriedenen Wiener Bürgermeister. Fiaker-Montur, Melone, Virginia, Flinserl im Ohr, breites, listig-verschmitztes, wohlgefälliges, hochmütige Ansätze locker überdeckendes Lächeln. Fahr´ma, euer Gnaden: Abgefahren ist Häupl denn auch mit den Wiener Freiheitlichen. Und die traditionell "Haider-freundliche" "Kronen Zeitung" streckt sich urplötzlich nach der roten Decke: "Europa bejubelt Häupls Wahlsieg" schlagzeilt das Blatt (unter nun doch Hinzufügung der Feststellung: "Aus Schadenfreude über FPÖ-Niederlage.").
Analytiker weisen dem gestern erkrankten Kärntner LH die Hauptschuld am 7,8-Prozent-Absturz zu. Die antisemitischen Unsäglichkeiten des Einfachen haben, so viel steht fest, nicht zur Entlastung der FP-Vorwahlsituation geführt, sondern den Negativtrend mit Sicherheit verschärft. Dass Haider einen dermaßen kapitalen Taktikfehler hinlegt, ist Anlass für wilde Spekulationen. Selbst in FP-Kreisen soll die Schmuddelei Ärgernis ausgelöst haben. "Nicht schon wieder, er soll einmal die Goschen halten, war da und dort zu hören", zitiert Hans Rauscher im "Standard" blaue Wahlkampfmeinung.
Und der kulinarische Aspekt der Wiener Kräfteverschiebung? Ganz Österreich weiß, dass Häupl am Wahlsonntag Frittatensuppe, Backhendl und Erdäpfelsalat gegessen, zwei Seidel Bier genossen hat. Die Zusammensetzung des Gusenbauer´schen Festtagsmenüs bleibt weitgehend unkommentiert.

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