"trend": Atomstromkarusell Richtung Österreich

Favorisierter Verbund-Partner E.ON ist Hauptabnehmer von CEZ-Exportstrom

Wien (OTS) - Mitten in den Gesprächen zwischen Verbundgesellschaft und dem deutschen Energiekonzern E.ON über eine mögliche Zusammenlegung der Wasserkraftwerke wird E.ON als einer der Hauptabnehmer der Stromexporte der CEZ, des umstrittenen Betreibers der tschechischen Atomkraftwerke Temelin und Dukovany geoutet. "Mit der CEZ machen wir sehr gute und sich entwickelnde Geschäfte, und zwar in der Höhe von ca. 40 Prozent des gesamten Exportvolumens der CEZ", zitiert das Wirtschaftsmagazin "trend", in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe, Otto Majewski, den vor wenigen Tagen ausgeschiedenen Vizevorstand der E.ON-Energie AG unter Berufung auf tschechische Medienberichte. Für die Verbundgesellschaft würde ein Atomstromkarussell Richtung Österreich wohl die Bemühungen zu Errichtung eines umweltfreundlichen Wasserkraftkonzerns erschweren. Für die EU sind die Stromexporte der CEZ deswegen unter Kritik geraten, weil der Verdacht der Dumpingpreise nie ganz ausgeräumt wurde. Im Gegenteil: Anhand der neusten Zollstatistik der tschechischen Behörden seien diese direkt nachvollziehbar, rechnet Radko Pavlovec, der Atomenergiebeauftragen der Oberösterreichischen Landesregierung im "trend" vor: Denn während dort der Durchschnittserlös etwa der Österreichlieferungen mit 514 CZK/MWh angegeben wird (minus 70 CZK/MWh Übertragungskosten), liege der im tschechischen Inland verrechnete Produktionspreis für Großabnehmer bei 971 CZK/MWh: Anhand der Zollstatistik läßt sich darüber hinaus auch ein ungebremster Anstieg der direkten Stromimporte nach Österreich ablesen, die "zwar auf niedrigstem Niveau" aber doch innerhalb eines Jahres von 171.050 MWh (1999) auf 377.710 MWh. (2000) explodierten., berichtet Pavlovec.

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