Personalvertretung Postbus: Fass ist übergelaufen

Angst vor der neuen Postbus-Konkurrenz?

Wien (GPF/ÖGB). "Nun ist das Fass übergelaufen. Es kann nicht sein, dass die Belegschaft der Österreichischen Postbus AG dauernd durch bestimmte 'Zeitungsenten' verunsichert wird. Wahr ist, dass im Unternehmen Postbus vor sieben Jahren 5.800 Bedienstete (Fahrdienst und Werkstätte) mit 1.600 Bussen 80 Millionen Fahrkilometer jährlich zurückgelegt und 150 Millionen Fahrgäste befördert wurden", hält Robert Wurm, Vorsitzender des Zentralausschuss Postbus, einer Meldung in der heutigen Ausgabe der "Oberösterreichischen Nachrichten" entgegen.++++
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"Anfang 2001 wurde die gleiche Leistung mit 3.200 Bediensteten erbracht. Daraus ist ersichtlich, dass die Belegschaft in den vergangenen sieben Jahren Beachtliches geleistet hat. Mit 1. März 2001 wurde die Postbus AG rückwirkend mit 1.1.2000 direkt in die ÖIAG eingegliedert. Und obwohl kein Privatisierungsauftrag in dieser Legislaturperiode vorgesehen ist, wollen sich einige private Firmen den Postbus mit Hilfe der ÖIAG 'unter den Nagel reißen', um somit die gefürchtete private Konkurrenz Postbus AG auszuschalten", kritisiert Wurm.

Wurm weiter: "Als zuständiger Zentralausschuss-Vorsitzender der Österreichischen Postbus AG bin ich es leid, immer in einer Verteidigerrolle aufzutreten. Ich bin gerne bereit, den Spieß umzudrehen, und mache den Firmen Dr. Richard, Blaguss und den Oberösterreichischen Busunternehmen das Angebot, wenn sie Angst vor der Postbus-Konkurrenz haben, über ihren eigenen Wert nachzudenken, damit der Postbus ein Kaufangebot stellen kann. Gleichzeitig sollten diese Firmen in sich gehen und nachdenken, warum ausländische Unternehmen gerade an der Postbus AG interessiert sind und nicht an Blaguss oder Dr. Richard."

Die Antwort sei ganz einfach, meint Wurm: "Die Firma Österreichische Postbus AG hat Know-How und die Möglichkeit zu expandieren. Was man bei den zitierten Firmen vermutlich ausschließen kann. Im Wiener Bereich etwa, hat der Postbus bei einer Ausschreibung Dr. Richard ausgebremst. Sofort drohte dieser, bei der EU-Kommission Einspruch zu erheben. Man sieht daher, die privaten Busunternehmen fürchten sich vor der neuen Konkurrenz Postbus und wollen daher laufend über die Medien die Belegschaft verunsichern. Besser wäre es für diese Unternehmen, wenn sie den Postbus als Partner im Wettbewerb gewinnen, bevor sie dieser vom österreichischen Markt verdrängt".

Der Vorsitzende des Zentralausschusses: "Der ÖIAG möchte ich ins Stammbuch schreiben, dass durch die dauernden Verunsicherungen und Spekulationen über Verkaufsabsichten ihrer Tochter-Firmen, wie etwa im Telekom-Bereich, nicht nur der Börsengang zu einem Flop wurde, sondern auch die komplette Belegschaft demotiviert ist und der Wert der Firma täglich sinkt. Daher meine Forderung an die Verantwortungsträger dieser Bundesregierung, in deren Zuständigkeitsbereich die ÖIAG angesiedelt ist: Gehen Sie verantwortungsvoll und mit Zukunftsperspektive mit den Ihnen anvertrauten österreichischen Unternehmen um und machen Sie nicht alles kaputt!" (ff)

ÖGB, 27. März 2001 Nr. 252

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