Soziale Sicherheit für Bau- und HolzarbeiterInnen 3

GBH-Bundesvorstand fordert Qualifizierungs- und Ausbildungsoffensive

Brunn/Geb. (GBH/ÖGB). Anlässlich der Beratungen des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz wurden die Forderungen nach der Schaffung von überbetrieblichen Lehrlingsausbildungseinrichtungen sowie nach einem Struktur- und Arbeitsmarktfonds für ArbeitnehmerInnen in der Bauwirtschaft erneuert.++++

"Die Bauwirtschaft ist in der Frage der Lehrlingsausbildung mit gutem Beispiel vorangegangen. Mit überbetrieblich finanzierten Lehrlingsausbildungseinrichtungen sichert sie nicht nur die Qualität der Ausbildung, sondern zeigt auch den anderen Branchen eindrucksvoll, wie moderne Lehrlingsausbildung funktionieren kann", ist der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz Johann Driemer überzeugt.

Die von den Baubranchen eingerichteten "Lehrbauhöfe" könnten nach Meinung der Mitglieder des GBH-Bundesvorstandes auch in anderen Branchen aufgrund des geringen Aufwandes und des hohen Nutzens als Vorbild dienen.

Aber auch in der Bauwirtschaft selbst könnten weitere Verbesserungen im Bereich der Qualifizierung und Ausbildung durch Umsetzung des von der Gewerkschaft Bau-Holz vorgeschlagenen Struktur-und Arbeitsmarktfonds für ArbeitnehmerInnen in der Bauwirtschaft erzielt werden.

Durch die Schaffung eines Struktur- und Arbeitsmarktfonds mit begleitenden Rahmenbedingungen für ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber in der Bauwirtschaft könnte die Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation wesentlich verbessert werden.

Die Aufgaben des Struktur- und Arbeitsmarktfonds:
Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Reintegration Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit
Schaffung eines engeren Bauarbeitsmarktes und zielgerichtete Arbeitsvermittlung
Verwaltung von Zeitguthaben der ArbeitnehmerInnen

Der Struktur- und Arbeitsmarktfonds kann jene Arbeitnehmer, die weiter in der Bauwirtschaft beschäftigt sind, durch Qualifizierungsmaßnahmen besser qualitäts- und bedarfsorientiert ausbilden und zielgerichteter vermitteln.

Sowohl bei der Lehrlingsausbildung als auch in der beruflichen Weiterbildung muss die Qualität der angebotenen Ausbildungsmaßnahmen im Vordergrund stehen. Wissen und Ausbildung ist nach Ansicht der Mitglieder des Bundesvorstandes heute ein wesentlicher Faktor im europäischen und internationalen Wettbewerb. Österreich darf hier nicht zum Schlusslicht werden. Wo ist hier die Verantwortungswahr-nehmung der Bundesregierung? (hk)

ÖGB, 27. März 2001
Nr. 247

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