Ambulanzgebühren: ÖGJ fordert Ausnahmeregelung für Lehrlinge

Bühnenreife Show: "Neu Regieren" oder "Wenn sich der Hund in den eigenen Schwanz beißt"

Wien (ÖGJ/ÖGB). "Die geplante Neuregelung zeigt, dass die Regierungsparteien keineswegs daran interessiert sind, die Ambulanzgebühren als Steuerungselement zu benutzen, um Patienten von Spitalsambulanzen zu den niedergelassenen Ärzten zu bringen. Viel mehr wird klar, dass hier ein reiner Patientennepp geplant ist", erklärt Albert Maringer, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). "Wenn nun die Ausnahmeregelungen eingeschränkt und auch in den Nachtstunden und ebenso wenn kein niedergelassener Arzt in ,angemessener Entfernung' vorhanden ist, die Ambulanzgebühr eingehoben werden soll, haben sich unsere geschätzten ,Speed-kills-Minister' ihre eigene Begründung für die Gebühr abgeschossen."++++

Besonders hart, so Maringer, werden Lehrlinge bestraft. "Ein Friseurlehrling verdient im ersten Lehrjahr beispielsweise nicht mehr als 3.570 Schilling im Monat und ein Malerlehrling 4.440 Schilling. Ihnen davon auch noch die Ambulanzgebühr abzuknöpfen, grenzt an eine ungeheure Kaltschnäuzigkeit", so Maringer. "Deshalb muss es für Lehrlinge eine Ausnahmeregelung geben. Wir fordern die Regierung auf Jugendliche im Ausbildungsverhältnis von den Ambulanzgebühren auszunehmen." (aw)

ÖGB, 27. März 2001
Nr. 243

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Alice Wittig
Tel. (01) 534 44/353 DW
Fax.: (01) 533 52 93ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB