Über eine halbe Million für NS-Zwangsarbeiter von wiener New Economy-Firmen

Wien (OTS) - 538.000 Schilling für den Versöhnungsfond zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern! Dies ist das bemerkenswerte Resultat drei Monate nach einem Aufruf der wiener Standesvertretung für Unternehmensberatung und Informationstechnologie an ihre Mitglieder. Fachgruppenvorsteher, DKFM Robert Hotter: "Wir wollten als jüngste Gruppierung in der Wirtschaftskammer auch in diesem Bereich als Erste ein Zeichen setzen. Der Erfolg zeigt sich finanziell aber er signalisiert gleichzeitig: Unternehmertum heißt nicht immer nur Gewinnstreben sondern auch Solidaritätsgefühl und soziales Gewissen." Der gesammelte Betrag wurde in den Ausgleichsfond der Bundesregierung transferiert.

Die Mitglieder der wiener Standesvertretung, Datenverarbeiter, Telekommunikationsdienstleister, Unternehmensberater, Wirtschaftstrainer und Gewerbliche Buchhalter gehören fast ausschließlich der Nachkriegsgeneration an. "Es wäre für sie argumentativ sehr leicht gewesen, sich von der Problematik abzukoppeln", so Hotter: "Der Beitrag für 'Versöhnung, Frieden und Zusammenarbeit' (so der Gesetzestitel) versteht sich auch als sinngemäße Umsetzung eines Ausspruches von Maria Schaumayer: "Das Schicksal war uns doch gnädig. Die Lehre aus den Schrecknissen der Geschichte kann sehr wohl Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft sein.'"

Den modernen Wirtschaftsdienstleistern, wird oft unterstellt, dass sie hinter geistigen Scheuklappen nur die Zukunft im Auge haben. "Dass gerade Sie die Ersten waren, die freiwillig zur 'Schuldenbegleichung' angetreten sind, beweist das Gegenteil", betont der oberste wiener Standesvertreter: "Es handelt sich dabei aber nicht um die Akzeptanz der Kollektivschuldthese. Die hatte schon Erich Kästner auf eine einfache Formel gebracht: 'Diese Schuld müßte ich ablehnen. Die Schulden würde ich anerkennen.'"

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