Prinzhorn: TIWAG soll AHP-Anteile bekommen, wenn sie ihre Kraftwerke in die AHP einbringt

Strombezugsrechte sind ein Relikt der Vergangenheit

Wien, 2001-03-26 (fpd) - Der Vorschlag von Wiener Stadtwerken, EVN und TIWAG, ihre Sperrminorität an der Verbundgesellschaft gegen Aktien der AHP samt Strombezugsrechten einzutauschen, sei indiskutabel, sagte heute der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn. "Im liberalisierten Elektrizitätsmarkt haben Strombezugsrechte nichts mehr verloren, sofern sie sich nicht auf Verträge beziehen, die ihren Ursprung beispielsweise in der Errichtung oder Kofinanzierung eines Kraftwerkes haben. Wer in der Vergangenheit nicht rechtzeitig vorgesorgt hat, für den ist eben der Zug abgefahren. Von den dreien hat nur die TIWAG die Möglichkeit, AHP-Aktionär zu werden, indem sie ihrerseits ihre Wasserkraftwerke und Kraftwerksbeteiligung als Sacheinlage in die AHP einbringt." ****

Aktienrechtlich unzulässig sei jedenfalls die zweite Seite des Geschäftes, in dem die Verbundgesellschaft selbst das Wr.Stadtwerke/EVN/TIWAG-Aktienpaket von 27% erhalten solle. Das Aktiengesetz regle detailliert die Möglichkeiten des Erwerbes eigener Aktien, aber dieser Vorschlag sei darin nicht aufgelistet, sagte Prinzhorn. § 65 Abs. 1 Z. 1 AktG besage etwa, daß die Gesellschaft nur eigene Aktien erwerben dürfe, wenn es zur Abwendung eines schweren, unmittelbar bevorstehenden Schadens notwendig sei. "Aber genau das Gegenteil würde eintreten: der Verlust der Kontrolle über die AHP bewirkt eine dauernde Entwertung der Verbund-Aktien, verschlechtert die strategische Positionierung, stärkt die Konkurrenz und führt de facto zu einer Realteilung des Verbund Konzerns", schloß Prinzhorn. (Schluß)

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