Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit stellt fest: Au-Pairs auch aus Nicht-EWR-Staaten möglich

Chance für junge Menschen und Hilfe für junge Familien

Wien (BMWA/OTS) - Durch eine Verordnung des BMWA wird es ab 1.
April möglich sein Au-Pairs auch aus Nicht-EWR-Staaten in eine österreichische Familie aufzunehmen. Durch diese neue Regelung, durch die Au-Pairs nicht mehr in die Ausländerbeschäftigungsquote eingerechnet werden, können nun auch junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren aus den Nachbarländern oder aus Übersee wie z.B. die USA nach Österreich kommen. ****

Wenn ein Au-Pair in einer Familie aufgenommen werden soll, muss die Gastfamilie zwei Wochen vor Beginn der Au-Pair-Tätigkeit dies bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS anzeigen. Um jeden Missbrauch auszuschließen darf eine Au-Pair-Kraft in den letzten 5 Jahren insgesamt nicht länger als 1 Jahr in Österreich beschäftigt sein.

Der wirtschaftliche Gehalt der beabsichtigten Tätigkeit und das Alter der Au-Pair-Kraft ist an Hand eines der Gastfamilien gemeinsam mit der Anzeige vorliegenden Au-Pair-Vertrages zu prüfen.

Als typische Merkmale des Au-Pair-Verhältnisses sind anzusehen:
- Integration in die Gastfamilie für die Dauer des Au-Pair-

Verhältnisses,
- Mitwirkung insbesondere bei leichten Haushaltsarbeiten und bei der

Kinderbetreuung (grundsätzlich nicht mehr als 5 Stunden täglich), - Gewährung von mindestens einem freien Tag pro Woche,
- Freistellung für Sprachkurse, Religionsausübung, kulturelle

Veranstaltungen und Exkursionen,
- Zahlung einer angemessenen Vergütung ("Taschengeld") in der Höhe

von mindestens S 800,-- wöchentlich,
- angemessene Unterkunft (grundsätzlich eigenes, versperrbares Zimmer

in der Familienwohnung) und Verpflegung durch die Gastfamilie.

Mit dem Au-Pair-Vertrag verpflichtet sich die Gastfamilie, auf ihre Kosten für die Au-Pair-Kraft eine private Kranken- und Unfallversicherung abzuschließen, sofern für die Au-Pair-Kraft kein Versicherungsschutz aus einem zwischenstaatlichen Sozialversicherungsabkommen besteht.

Vermittelt können Au-Pair-Kräfte von zur unentgeltlichen Vermittlung berechtigte Institutionen aber auch private Arbeitsvermittler, die ihren Sitz in Österreich oder in einem EU-Land haben müssen, werden. Hier ändert sich an der bestehenden Rechtslage nichts. Die Vermittlung durch private Arbeitsvermittler war auch bisher schon möglich.

Die Beschäftigung als Au-Pair-Kraft ist kein Integrationsschritt in Richtung Zugang zum regulären Arbeitsmarkt. Will die Au-Pair-Kraft im Land bleiben, muss die Au-Pair-Kraft eine quotenpflichtige Niederlassungsbewilligung und eine Beschäftigungsbewilligung, die nur unter den strengen Neuzulassungskriterien erteilt werden darf. Die Beschäftigung einer Au-Pair-Kraft ohne Anzeigebestätigung ist illegal.

Eine Au-Pair-Kraft dar ihre Tätigkeit erst aufnehmen, wenn sie in Österreich über eine Aufenthaltstitel verfügt. Dieser ist unter Vorlage einer Ausfertigung der Anzeigebestätigung bei einer österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland zu beantragen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

E-Mail: presseabteilung@bmwa.gv.at

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (01) 71100-5108
Presseabteilung: Mag. Georg Pein, Tel: (01) 71100-5130

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA/MWA