PR-Berater kritisieren fehlenden Werbeabgaben-Erlass für Sponsoring

Anfragen und Beschwerden von Vereinsfunktionären häufen sich -Fachverband Werbung und Marktkommunikation fordert Klarstellung der Rechtssituation

Wien (PWK226) - Das Werbeabgabegesetz 2000 sorgt weiter für Aufregung in der Kommunikationsbranche. Am 15. März war Meldefrist für fällige Werbeabgaben aus dem Jänner und am 31. März ist Abgabetermin für die Jahresabgabenerklärung für das Jahr 2000. Bisher hat das BM für Finanzen den erforderliche Durchführungserlass dazu jedoch noch nicht vorgelegt. Bei den Sponsoringagenturen, die zur Berufsgruppe der PR-Berater im Fachverband Werbung und Marktkommunikation zählen, häufen sich die Anfragen und Beschwerden von Vereinsfunktionären. Unklar ist, wie nun die neue Rechtslage zu bewerten sei und wie man weiter vorgehen müsse. Viele langgediente Vereinsfunktionäre befürchten, am Ende ihrer Berufslaufbahn wegen eines Ehrenamtes mit dem Finanzstrafrecht in Konflikt zu kommen. Der Unmut, der sich bis zur Androhung der Aufkündigung von bestehenden Beratungsverträgen und Schadenersatzforderungen steigert, trifft voll die schuldlosen PR-Berater und stellt deren Kompetenz in Frage.

Die Berufsgruppe der PR-Berater fordert nun umgehend im Namen der Sport-, Kultur- und sonstigen Vereine, die auf Sponsoring angewiesen sind, eine Klarstellung der Rechtssituation, die sich vermutlich nur durch eine Novellierung des Werbeabgabengesetzes 2000 erreichen lässt. "Da die Regierung ohnedies die Aufhebung dieses Gesetzes für das Jahr 2003 zugesagt hat, wäre eine Vorziehung dieser Maßnahme wohl der vernünftigste Weg", ist Karlheinz Oertel, Vorsitzender des Berufsgruppen-Ausschusses ‚Public Relations‘ im Fachverband überzeugt.

Auf Grund zahlreicher Beschwerden wegen der Einbeziehung des Sponsorings in das Werbeabgabegesetz 2000 - insbesondere von Sportvereinen - war im Herbst 2000 eine Neufassung der Bestimmungen mit der Bundessportorganisation vereinbart und im Budgetbegleitgesetz auch darauf hingewiesen worden. Details sind durch involvierte Politiker an die Öffentlichkeit gelangt. Seither ist jedoch nichts mehr geschehen und es herrschen die widersprüchlichsten Auffassungen. (mh)

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Vorsitzender der Berufsgruppen-Ausschusses 'Public Relations'

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