Bürgermeister Häupl bietet Parteien Zusammenarbeit an

Wien, (OTS) Bürgermeister Dr. Michael Häupl nahm am Montag im Festsaal des Rathauses in einer Pressekonferenz ausführlich zum Ergebnis der Wiener Wahlen Stellung.

Wenn Analysten festgestellt hätten, dass ein Drittel der Wähler sich von Argumenten der Bundespolitik haben leiten lassen, dann hätten zwei Drittel aufgrund Wiener Themen entschieden. Es gebe trotz mancher Schwächen eine sehr gut verwaltete Stadt, die funktioniere, wo man sich wohl fühlen könne. Diese als Drogensumpf und Orgie der Kriminalität zu bezeichnen, wollen die Menschen nicht. Außerdem würden es die Menschen nicht mögen, dass eine Stadt, die floriert -als Beispiele führte er die Bereiche Wirtschaft, Investitionen und Tourismus an - mit Rassismus und Antisemitismus in Zusammenhang gebracht wird. Dafür sei Dr. Haider verantwortlich. Sozial Schwächeren, die nicht auf Rosen gebettet sind, sei von der FPÖ, als diese noch in Opposition war, vieles versprochen worden, das sich nun nicht erfüllt habe. Aus all diesen Elementen sei es zum Wahlergebnis gekommen.

Wie Bürgermeister Häupl berichtete, habe der Landesvorstand der Wiener SPÖ Montag vormittag das Resultat der Wiener Wahlen sachlich besprochen und beraten. Beschlossen wurde, noch diese Woche Gespräche mit ÖVP und den Grünen bezüglich eines Regierungszusammenarbeitsangebots aufzunehmen. Dem Team der SPÖ werden Bürgermeister Häupl, Finanzstadtrat Rieder, Personalstadträtin Brauner, Klubobmann Hatzl und Parteisekretär Kopietz angehören. Er hoffe, so Häupl, noch vor Ostern über Ergebnisse berichten zu können. Parallel dazu werden Arbeitsgruppen eingerichtet, die Arbeitspläne für die kommenden fünf Jahre vorbereiten sollen.****

Auf Journalistenfragen stellte Häupl erneut klar, dass er Kommunalpolitiker bleiben wolle und nicht die Absicht habe, in die Bundespolitik zu gehen. Er werde ÖVP und Grünen eine Form verbindlicher Kooperation auch in der Regierung anbieten. Häupl erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit Koalitionen im Rathaus gegeben habe, obwohl zu dieser Zeit die SPÖ im Besitz der absoluten Mehrheit gewesen sei. Er rechne aufgrund des Wahlresultats zunächst mit keinen Auswirkungen auf die Bundespolitik. Dies deshalb, weil ÖVP und FPÖ auf "Gedeih und Verderb" aufeinander angewiesen seien. Es entspreche allerdings nicht der Realität, wenn der Bundeskanzler die Wiener Wahlen herunterspiele. Er werde dafür sorgen, dass seine Fraktion trotz des Ergebnisses nicht überheblich werde, betonte Häupl. (Schluss) ull/vo

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