Bartenstein: 2000 weniger Arbeitsunfälle und Rückgang bei Berufskrankheiten!

Tätigkeitsbericht 2000 des Arbeitsinspektorates

Wien (BMWA/OTS) - Eine erfreuliche Bilanz zog Arbeitsminister Dr. Bartenstein über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion für das Jahr 2000. Besonders positiv bewertet Arbeitsminister Dr. Bartenstein den Rückgang bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten: Nach einem leichten Anstieg im Jahr 1999 sank die Zahl der Unfälle (ohne Wegunfälle) im letzten Jahr wieder um rund 2000 auf ca. 110.400. Bei den anerkannten Berufskrankheitsfällen ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr um über 2% gesunken. Vor allem an diesen beiden Zahlen - so Bartenstein - wird die Effizienz der präventiven Maßnahmen und Beratungen der Arbeitsinspektion deutlich sichtbar. Den Trend der letzten Jahre bestätigend ist die Zahl der Strafanzeigen um rund ein Viertel gesunken, die Zahl der präventiven reinen Unterstützungs- und Beratungsgespräche jedoch um über 25 % gestiegen. ****

Von den 317 Arbeitsinspektoren wurden im Jahr 2000 österreichweit 156.200 (1999: 149.600) arbeitnehmerschutzbezogene Tätigkeiten, darunter 99.400 Kontrollen (1999: 96.300), also um 3,3 % mehr als 1999, durchgeführt. Dabei wurden insgesamt rund 62.000 Betriebe und Baustellen (1999: 64.000) überprüft. Insgesamt wurden -Lenkerkontrollen nicht eingerechnet - etwa 73.600 Übertretungen von Arbeitnehmerschutzvorschriften festgestellt. Bei den Lenkerkontrollen wurden 3.800 Übertretungen (1999: 4.300) festgestellt, wobei 90.100 Arbeitstage von Lenkern im Jahr 2000 überprüft wurden (1999: 82.200). Erfreulicherweise mussten im Jahr 2000 nur mehr 14 Sofortverfügungen der Arbeitsinspektion wegen drohender Gefahr für Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer getroffen werden (1999: 27).

Die Zahl der Strafanzeigen der Arbeitsinspektion ist 2000 gegenüber 1999 von 1.692 um rund 25% auf 1.282 gesunken. Die Anzahl der festgestellten 73.597 Übertretungen von Arbeitnehmerschutzvorschriften ist gegenüber dem Vorjahr (73.646) praktisch gleich geblieben.

Im Jahr 2000 stellte die Arbeitsinspektion ihr multidisziplinäres Expertenwissen den Betrieben in rd. 25.000 präventiven reinen Beratungsgesprächen (1999: 19.600) unentgeltlich zur Verfügung. 9.000 dieser Beratungen (1999: 7.900) bezogen sich auf die Vorbegutachtung von betrieblichen Projekten. Nicht eingerechnet ist dabei die weit höhere Zahl an Beratungen, die regelmäßig im Zuge von Betriebsbesichtigungen und im Rahmen der Genehmigungsverfahren durchgeführt werden.

Bei der illegalen Beschäftigung von Ausländern stellte die Arbeitsinspektion im Jahr 2000 bei insgesamt 13.200 Kontrollen gegenüber 1999 (14.000) einen leichten Anstieg der Anzahl der angetroffenen illegal beschäftigten ausländischen Arbeitskräfte von insgesamt 2.600 auf 2.900 fest.

"Obwohl die Aktivitäten der Arbeitsinspektion im Arbeitnehmerschutz insgesamt um nahezu 5 % gestiegen sind, ist die Zahl der festgestellten Übertretungen praktisch gleich geblieben. Man sieht also deutlich, dass vor allem die präventive Information und Beratung durch die Arbeitsinspektion effiziente Mittel zur Umsetzung von Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen in den Betrieben darstellen" - betonte Bartenstein.

Der in gedruckter Form vorliegende umfassende Bericht über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion für das Jahr 1999 wurde von Arbeitsminister Bartenstein Mitte März dem Nationalrat zugeleitet.

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