KfV WARNT: TODESURSACHE VERKEHRSUNFALL - JUGENDLICHE BESONDERS GEFÄHRDET

Sicherheit ist lernbar: Fahrsicherheitstraining Road Expert

Wien (KfV-Presse): Beinahe jeder zweite verstorbene Jugendliche verliert sein Leben im Straßenverkehr. Jugendliche im Alter zwischen 16 und 24 Jahren sind besonders gefährdet, im Straßenverkehr zu verunglücken. Beinahe jeder dritte Verletzte und insgesamt fast jedes vierte Todesopfer fiel im Jahr 2000 in diese Altersklasse. "Wenig Fahrpraxis gepaart mit jugendlichem Übermut sind im Straßenverkehr eine besonders gefährliche Mischung", erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Jeder zweite Pkw-Unfall im Freiland wird von jungen Fahrern verursacht

Die Zahlen sprechen für sich: Unter Alleinunfällen verstehen Experten jene Unfälle, an denen nur ein Fahrzeug beteiligt ist. Sie gelten als deutlicher Indikator für zu hohes Tempo: Im Jahr 2000 machten 9.403 Alleinunfälle insgesamt rund 22 Prozent am Gesamtunfallgeschehen aus. 3.317 Alleinunfälle wurden von Pkw-Lenkern im Freiland verursacht. Die Hälfte dieser Unfälle geht - wie auch schon 1999 - auf das Konto von 18-24jährigen Lenkern. Das KfV fordert daher zum wiederholten Mal eine verbesserte Lenkerausbildung.

Jugendliche sind die größten Grurtenmuffel

Auch in der Gurt-Statistik spiegelt sich der jugendliche Leichtsinn wider: In der Kategorie der 18-24jährigen Pkw-Insassen sind die meisten nicht-angegurteten Todesopfer zu beklagen. Von insgesamt 267 getöteten Gurtenmuffeln fallen 81 in diese Altersgruppe. Das KfV fordert bereits seit Jahren eine Erhöhung der Strafsätze für Gurtenmuffel und die Schaffung einer für die Exekutive vollziehbaren Regelung.

Sicherheit ist lernbar: Mit Road Expert sicher unterwegs

"Road Expert" nennt sich das Fahrsicherheitstraining, das Probeführerscheinbesitzern sicherheitsbewußtes Verhalten im Straßenverkehr vermittelt. Die Gemeinschaftsaktion des KfV, ARBÖ, ÖAMTC, der Initiative für Fahrsicherheitstraining und der Österreichischen Fahrschulen wurde 1999 gestartet, um Jugendlichen die Chance zu geben, ihr Fahrkönnen unter fachkundiger Anleitung zu verbessern. Kostengünstig, denn die Teilnahme am eintägigen Fahrsicherheitstraining kostet durch diese Aktion nur 500 statt 2.220 Schilling. Kurventraining, Bremsübungen oder das richtige Verhalten bei Aquaplaning stehen dabei ebenso auf dem Programm wie richtige Sitzposition und Lenkradhaltung oder Erfahrungsaustausch und Diskussion mit Experten. Mit Erfolg: Das Training kommt bei den Jugendlichen sehr gut an, Gefahrenbewußtsein und Strategien zur Unfallvermeidung wurden verbessert, wie eine KfV-Umfrage unter den Teilnehmern zeigt. Weitere Informationen unter 02236/47174 oder im Internet www.roadexpert.at.

Die Unfälle der Vorwoche im Detail: 13 Todesopfer im Straßenverkehr, davon vier zum Wochenende. Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 11 PKW-Insassen (davon 8 Lenker), 1 Moped-Lenker und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (5), Vorrangverletzung (2), Unachtsamkeit (2), Herzversagen (1) und Fehlverhalten Fußgänger (1) festgestellt werden. Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Alkoholisierung war bei zwei Verkehrsunfällen Mitursache. 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. 6 tödliche Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. Vom 1. Jänner bis zum 25. März dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 157 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 174 Menschen tödlich.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (01) 71 770/158
Barbara Hofer

Kuratorium für Verkehrssicherheit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS/KVS