HGPD: "Wir wollen unser Stück vom Kuchen!"

Kollektivvertragsverhandlungen Hotel- Gastgewerbe beginnen am 28. März 2001

Wien (ÖGB/HGPD). "Das Jahr 2000 war ein erfolgreiches Jahr für den Tourismus in Österreich", freute sich der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske: "Wir wollen, dass die 150.000 Beschäftigten in der Branche durch Lohnerhöhungen im Kollektivvertrag ihr Stück vom Kuchen bekommen." Die Kollektivvertragsverhandlungen beginnen am 28. März 2001.++++

Die Gewerkschaft HGPD hat ihre wichtigsten Forderungen dazu bereits dem Verhandlungspartner, der Wirtschaftskammer Österreich, übermittelt. "Manche Themen sind nicht neu - so fordern wir wieder die Anhebung aller Löhne auf 1000 Euro (13.760.30 Schilling) Mindestlohn", erklärte Kaske. Außerdem fordere die Gewerkschaft HGPD eine Erhöhung der Löhne und Lehrlingsentschädigungen, eine Erhöhung aller Zuschläge sowie Abschlüsse von Ist-Lohnerhöhungen. Neu ist die Forderung nach einem Saisonzuschlag. ArbeitnehmerInnen, die Saison arbeiten, sollen einen besonderen Zuschlag für die Schlechterstellung gegenüber anderen ArbeitnehmerInnen erhalten.

"Bei einem Umsatzplus im Tourismus von durchschnittlich 7 Prozent im Jahr 2000 und 6,3 Prozent von November 2000 bis Jänner 2001 erwarten wir uns eine ordentliche Lohnerhöhung", betonte der HGPD-Vorsitzende: "Zumal ein Nachholbedarf besteht - die Löhne im Hotel- und Gastgewerbe liegen immer noch 31 Prozent unter dem österreichischen Durchschnittseinkommen." Die KV-Verhandlungen sind für den ganzen April anberaumt.

Die Entwicklungen am touristischen Arbeitsmarkt sieht der HGPD-Vorsitzende positiv. 162.410 Beschäftigte hat es per Ende Februar gegeben. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. "Das ist erfreulich aber nicht ohne Wermutstropfen", meinte Kaske: "Mit 24.486 Arbeitslosen haben wir weiterhin die höchste Arbeitslosenrate in absoluten Zahlen. Dafür nimmt die Zahl der Billigarbeitskräfte überproportional zu - 43.790 AusländerInnen wurden beschäftigt, dass sind um fast 10 Prozent mehr als im Jahr 2000."

Abschließend freute sich der HGPD-Vorsitzende noch über den Erfolg des vom ÖGB Tirol in Zusammenarbeit mit der HGPD ins Leben gerufenen WM-Büros in St. Anton und versprach: "Auch bei künftigen touristischen Großveranstaltungen werden wir vor Ort für die ArbeitnehmerInnen da sein." Dass die Gewerkschaft HGPD ein starker Partner für die ArbeitnehmerInnen im Dienstleistungsbereich sei, beweise, so Kaske, auch die Bilanz der Rechtsabteilung: "Im Jahr 2000 konnten wir in 810 Rechtsfällen knapp 28 Millionen Schilling für unsere Mitglieder erstreiten." (kk)

ÖGB, 26.März 2001
Nr.238

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