Lackner: Haupt muss rasch etwas gegen hohe Medikamentenpreise tun

Senken der Arzneipreise probates Mittel zur Defizitreduktion der Krankenkassen

Wien (SK) "Rasches Handeln" fordert SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner von Gesundheitsminister Haupt und Gesundheitsstaatssekretär Waneck angesichts einer Studie der AK-Oberösterreich, wonach rezeptfreie Medikamente in Österreich viel teurer als in anderen EU-Staaten sind. Haupt und Waneck sollten nun unter Beweis stellen, dass sie "ihr Geld wert sind" und endlich etwas für die Menschen tun, so Lackner am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Der Ansatz von Waneck, die Verhandlungen über die Medikamentenpreise dem freien Markt zu überlasen, sei jedenfalls der falsche Weg. Denn es sei erwiesen, dass dort, wo die Sozialversicherungen verhandeln, die Preise für Medikamente viel niedriger sind. ****

Ein Senken der Arzneipreise wäre ein probates Mittel, das Defizit der Krankenkassen zu reduzieren, so der SPÖ-Gesundheitssprecher. Lackner erinnerte daran, dass diesbezüglich SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer vor einigen Wochen einen Vorschlag präsentiert habe, der eine Reduktion des Defizits um drei Milliarden Schilling bringe. So müsse man bei den Aufschlägen im Großhandel und den Apotheken etwas ändern, weil hier die Preise über dem EU-Schnitt liegen. Weiters müsse Gesundheitsminister Haupt eine Höchstspanne per Verordnung bei den Arzneipreisen vorschreiben. Dies würde eine Milliarde an Einsparung bringen, so Lackner. Der Direkteinkauf von Hausapotheken beim Großhandel würde weitere 150 Millionen bringen.

Die Direktabgabe von Medikamenten in Spitalsambulanzen an Patienten brächte 100 Millionen und der Direkteinkauf der Sozialversicherung von Medikamenten für chronisch Kranke werde mit 500 Millionen Schilling Einsparung veranschlagt, rechnete Lackner weiters vor. Außerdem müssten preisgünstige Medikamente mit gleicher Wirkung wie Hochpreis-Medikamente zugelassen werden. Darüber hinaus sei eine stärkere Einbindung von Spitals- und niedergelassenen Ärzten in die wirtschaftliche Verantwortung für das Verschreiben von Medikamenten notwendig, forderte Lackner abschließend. (Schluss) ps

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