Waneck: Mit Konsum-Methoden á la Bittner wird die W-GKK nicht zu sanieren sein

Druckereigewerkschafter sind nicht zwingend gute Manager

Wien, 2001-03-21 (BMSG) - "Es besteht keinerlei Veranlassung zu glauben, daß Druckereiarbeiter, die es zum Gewerkschaftsfunktionär gebracht haben, zwingend gute Manager eines Milliardenunternehmens sein sollten", kommentierte heute FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck die Wahlkampftöne aus der Wiener GKK. "Mit Konsum-Methoden wird auch der bemühteste Obmann einer Kasse nichts bewegen." ****

Falls die SPÖ-Erfindung aufrecht bleibt, Gewerkschafter an die Spitze von Milliardenunternehmen zu stellen, regte Waneck an, bei der Schulung der engagierten Funktionäre die Unterrichtseinheit Betriebswirtschaft einzuführen. So sei gewährleistet, daß die hochmotivierten Funktionäre einmal erklärt bekommen, daß man auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben kann als man einnehme. "Konsum-Methoden sind in einer Organisation, die Beitragsgelder verwaltet unangebracht."

Waneck, der ursprünglich vor hatte, Bittner vor öffentlicher Bloßstellung zu schonen, sehe nun ein, daß die GKK nach bekanntwerden des Prüfberichtes nervös werde. Seien doch die ineffizienten Managementmethoden des Obmannes deutlich aufgezeigt worden, so Waneck. Auch wenn beim Chef der Wiener Kasse jetzt die Nerven blank liegen, können zumindest die Wiener Beitragszahler beruhigt aufatmen, denn die Gesundheitspolitik sei bei ihm, Waneck, in guten Händen.

Immerhin hat Bittner 1997 ein kurzfristig positiv bilanzierendes Unternehmen übernommen, das heute ein Milliardendefizit aufweist, während Waneck umgekehrt die Sanierung eines ursprünglich in den roten Zahlen liegenden Unternehmens vorzuweisen hat.

Wie Waneck bereits gestern im Parlament betonte, dürfe Selbstverwaltung nicht mit mangelnder Führungsqualität gleichgesetzt werden. "Leidtragende sind immer die Patienten und Vertagspartner, die für Managementfehler voll büßen müssen", schloß Waneck, der Bittner nahelegte zu überlegen, ob er nicht in einer Druckerei glücklicher und erfolgreicher wäre, als in der Führungsetage eines Milliardenunternehmens. (Schluß) mg nnn bxf

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