Bischof Weber kritisiert Verhalten der katholischen Kirche

in Österreich und fordert "mehr Wagemut" bei politischen
Themen=

+ Zu Haiders Attacken auf Muzicant: "Glaube schon, dass die

Grenze des Zumutbaren überschritten wurde".

+ Weber über Kurt Krenn: "War oft wütend"

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 12, 22.März 2001=

Wien (OTS) - Bischof Johann Weber übt in einem letzten Interview, das er vor seinem Rückzug ins Ausland gegeben hat und in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erscheint, Kritik am Verhalten der katholischen Kirche in Österreich.

Über Kurt Krenn und seine Forderung, dass der Dialog für Österreich nicht weitergehen dürfe, meint Weber: "Ich war oft wütend und schüttelte den Kopf und dachte mir: Muss denn das sein?"

Weber fordert die Kirche auf, auch in aktuellen politischen Fragen wie zu Haiders Attacken gegen Ariel Muzicant deutlich Stellung zu beziehen. "Unser Stimmband versagt mitunter und das ist nicht richtig. Ich wünsche mir mehr Wagemut". Es sei nicht Angelegenheit der Bischöfe, sich in Parteipolitik einzumischen, aber: "Die Kirche muss im besten Sinn des Wortes politisch sein. Wer sagt, wir sollen uns darum nicht kümmern, der irrt." Und Weber zum Kärntner Landeshauptmann selbst: "Ich glaube schon, dass er eine Grenze des Zumutbaren überschritten hat. Es gibt eine Sprache, die sehr viel auslösen kann. Sehr vieles, das man dann nicht mehr unter Kontrolle bekommt."

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