KOPF: Betriebe beklagen Mangel an Arbeitskräften - BILD (web)

Wien (OTS) - Neue Daten, wie sich die Arbeitsmarktsituation aus Sicht der Betriebe darstellt, liefert eine vom WB beauftragte Umfrage des Fessel-Institutes unter 500 österreichischen Unternehmen. Grundtenor der Befragung: Laut der Betriebe herrscht großer Bedarf an Arbeitskräften und zwar quer durch alle Qualifikationsniveaus und es gibt die absolute Bereitschaft, ausländische Arbeitskräfte aufzunehmen. Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kopf fordert angesichts der Lage einen Mix von Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Potenziale ausnützen zu können. ****

Im Bildungsbereich fordert der Wirtschaftsbund mehr Wirtschaftsorientierung an den Schulen und mehr Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft und Lehrerschaft. So wäre die Anrechnung eines Lehrjahres für Maturanten und die Anrechnung von Vordienstzeiten von Lehrpersonal in der Wirtschaft wünschenswert, so Kopf.

Weiters gelte es das Arbeitskräftepotenzial bei unseren östlichen Nachbarn zu nützen. Der Wirtschaftsbund spricht sich dazu für eine befristete Grenzöffnung für Schlüsselarbeitskräfte aus. Kopf: "Wenn nicht wir diese Arbeitskräfte holen, werden es andere machen, was eine Abwanderung von mobilem Kapital und Produktionsstätten brächte."

Einzufordern sei weiters, dass das vorhandene Erwerbspozential besser ausgeschöpft werde, gerade bei Frauen und älteren Arbeitnehmern. Dazu müsste es Anreize geben, länger in Arbeit zu bleiben, die Einkommenskurve sei abzuflachen und auch das AMS sei hier gefordert, Qualifizierung von Frauen zu forcieren.

"Mit einem guten Mix dieser Maßnahmen würden wir Erfolg haben," so Kopf. Tatsache sei, dass in Kürze die Sterberate in Österreich über der Geburtenrate liegen wird und Österreich, das erfreulicherweise am Weg zur Vollbeschäftigung ist (Platz 3 EU-weit) seine wirtschaftlichen Potenziale nicht nützen kann. Der Arbeitskräftemangel ist kein österreichisches Unikum, sondern ein europaweites Problem und auch der kommende EU-Gipfel in Stockholm wird sich dieser Thematik annehmen.

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