Vertragsunterzeichnung in Wien: ORF assoziiertes Mitglied von ARTE

Wien (OTS) - Mit den Unterschriften von ARTE-Präsident Jobst Plog und ORF-Generalintendant Gerhard Weis am Mittwoch, dem 21. März 2001, im ORF-Zentrum in Wien ist der ORF mit 1. April 2001 assoziiertes Mitglied des europäischen Kultursenders ARTE. Dieser Vertrag gilt vorerst bis 31. Dezember 2002 und kann verlängert werden. Damit wurde das seit 1998 bestehende Kooperationsabkommen zwischen den beiden Fernsehanstalten massiv erweitert. Für die ORF-Zuseher bedeutet diese Zusammenarbeit ein Mehr an qualitativ hochwertigen TV-Produktionen - für den ORF bedeutet das die Möglichkeit, mit seinen Produktionen am europäischen TV-Markt noch präsenter zu sein. ORF-Generalintendant Gerhard Weis anlässlich der Vertragsunterzeichnung: "Für den ORF ergibt sich damit die Chance, mit seinen hochwertigen Produktionen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Religion durch das europaweit vertretene ARTE noch stärker als Exporteur nach Europa aufzutreten. Die Stimme des ORF in Europa wird lauter."
ARTE-Präsident Jobst Plog über die neue Partnerschaft ARTE-ORF: "Für ARTE kommen nur Partner aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich in Frage - der ORF mit seinem riesigen kreativen Potenzial ist für uns daher ein 'natürlicher' Partner, mit dem wir bereits seit Jahren konstruktiv zusammenarbeiten."

Ständiger ORF-Vertreter in Straßburg
Der ORF ist nach dem belgischen Rundfunk RTBF und dem polnischen TVP der dritte ARTE-Assoziationspartner. (Weitere ARTE-Kooperationspartner sind die Schweizer SRG SSR idée suisse, TVE aus Spanien, das finnische YLE sowie seit kurzem NPS aus den Niederlanden.) Als assoziiertes Mitglied ist der ORF mit beratender Stimme in der ARTE-Mitgliederversammlung sowie im ARTE-Programmbeirat und in der Programmkonferenz vertreten. Zur verstärkten Einbindung des ORF in den ARTE-Programmablauf wird ab Herbst 2001 ein ORF-Vertreter seinen ständigen Sitz in Straßburg haben.

60 Stunden Programm, davon 24 Stunden Koproduktionen
Mit dem Assoziierungsvertrag steigt das Volumen der ORF/ARTE-Koproduktionen von jährlich cirka neun auf mindestens 24 Stunden für die Dauer des Vertrags an. Gleichzeitig werden die Investitionen in diese Koproduktionen um das Doppelte erhöht. Als assoziiertes Mitglied kommt es künftig erstmals zu gegenseitigen Programmzulieferungen zwischen dem ORF und ARTE.
Der ORF erhält Zugriff auf 60 Programmstunden aus dem ARTE-Bestand, im Gegenzug stellt der ORF ARTE 36 Stunden Programm zur Verfügung. Der ORF erhält das Recht, die von ARTE übernommenen Produktionen im ORF-Programm, auf 3sat, in ALPHA Österreich und im geplanten ORF-Kulturkanal auszustrahlen.

ORF/ARTE-Themenabende
Merkbares Zeichen der Zusammenarbeit der beiden Sender sollen auch gemeinsame Themenabende sein - einen Vorgeschmack hat es dazu bereits am 26. Oktober 2000 mit dem Themenabend "Österreich - Zurück aus dem Abseits" gegeben. Der erste Themenabend der assoziierten Partner ORF und ARTE steht am Donnerstag, dem 12. April 2001, unter dem Titel "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" auf dem Osterprogramm. Eine ARTE-, eine ORF-Dokumentation sowie ein Spielfilm beschäftigen sich mit den religiösen und psychologischen Aspekten des Essens und Fastens. Weitere geplante Themenabende beschäftigen sich mit dem Geschwisterpaar Maria und Maximilian Schell (2002/2003) und mit André Heller (2001/2002).
Bereits am Mittwoch, dem 11. April, ist mit Julian Pölslers "Polt muss weinen" eine ORF/ARTE-Koproduktion im ORF zu sehen, die am 1. Juni in ARTE ausgestrahlt wird.

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