Greenpeace: Neues AMA-Gütesiegel erlaubt Gentechnik-Futtermittel

Kritik: Molterer hat Markt-Chance für Österreich vertan

Wien (OTS) - Greenpeace übte heftige Kritik an den heute vorgestellten neuen Richtlinien für das AMA-Gütesiegel. Die Verwendung gentechnisch veränderter Futtermittel wird durch das "Gütesiegel" nicht ausgeschlossen, obwohl der Großteil der Bevölkerung Gentechnik in der Lebensmittelproduktion ablehnt und die Importmengen von Gentech-Soja derzeit regelrecht explodieren. "Minister Molterer, der für die AMA politisch verantwortlich ist, riskiert damit die Zukunft des 'Feinkostladens' Österreich", kritisierte Greenpeace-Gentechnik- Sprecher Herwig Schuster, "ein Ausschluss von Gen-Futtermitteln in den Gütesiegel-Richtlinien der AMA wäre der Durchbruch für eine Gentechnik-freie Lebensmittelproduktion in Österreich gewesen. Österreich hätte sich so den Anschluss an den wachsenden internationalen Markt für gentechfreie Futtermittel gesichert."

Erst am Montag hatte Greenpeace mit 14 Futtermittel-Analysen aufgedeckt, dass Futtermittel in Österreich bis zu 60 Prozent Gentech-Soja enthalten, darunter auch ausdrücklich als "AMA-tauglich" gekennzeichnete Produkte. Die AMA begründete die Ablehnung von Gentech-frei-Vorgaben in ihren Kriterien mit der fehlenden Kennzeichnung von Gen-Futtermitteln. Außerdem müsse der Mehrpreis gegenüber den Konsumenten begründet werden. Schuster dazu: "Die Menschen in Österreich sind diese fadenscheinigen Ausreden leid:
Minister Haupt schiebt seine Verantwortung für Maßnahmen gegen die wachsenden Gentech-Soja Importe Minister Molterer zu. Der wiederum redet sich auf die fehlende EU-Kennzeichnung raus. Und die AMA spielt auch mit im Ausreden-Karussell. Wer dabei auf der Strecke bleibt sind die Konsumenten. Eines zeigt sich damit klar: Nur ein Importverbot kann dieses peinliche Politik-Schauspiel beenden!"

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