Kindergeld-Diskussion wird unter Ausschluss der Interessen berufstätiger Frauen geführt!

Linz (AKO) Es wäre hoch an der Zeit, dass bei der laufenden Debatte um das Kinderbetreuungsgeld endlich auch die berechtigten Interessen berufstätiger Frauen ins Spiel kommen. Wir vermissen vor allem ein politisches Gesamtkonzept, das über die ersten Lebensjahre des Kindes hinausgeht.

Soll das Kinderbetreuungsgeld zwei oder drei Jahre lang ausbezahlt werden? In welcher Höhe darf dazuverdient werden? Um diese beiden Fragen dreht sich derzeit nicht nur der Streit zwischen den beiden Regierungsparteien, sondern die gesamte Diskussion. Die Interessen berufstätiger Frauen bleiben völlig unbeachtet. Wäre dies nicht der Fall, müssten die Fragen nämlich lauten: In welcher Höhe wird das Kinderbetreuungsgeld ausbezahlt? Und haben unselbständig erwerbstätige Frauen überhaupt die Möglichkeit zum "Dazuverdienen"?

Denn von einem Ausbau der Kinderbetreuungs-Einrichtungen oder einem Recht auf Teilzeitarbeit mit Rückkehr-Möglichkeit zur Vollzeit, wie es die Arbeiterkammer sei Jahren fordert, ist leider
überhaupt keine Rede. Und wo gibt es gut bezahlte Arbeitsplätze für Frauen in der Nähe ihres Wohnorts?

Arbeitsrechtliche Absicherung, Erhöhung der Behaltefrist? Fehlanzeige! Dafür soll der Kinderbetreuungsgeld beziehende Elternteil "dazuverdienen" dürfen, wobei über die Höhe noch gestritten wird: Minister Haupt will überhaupt keine Zuverdienstgrenze, Minister Bartenstein spricht neuerdings von 15.000 Schilling.

Und das sind die Fakten: 1999 verdienten 50 Prozent der Oberösterreicherinnen weniger als 15.000 Schilling im Monat. Und nach wie vor gibt es in 61 Prozent der oberösterreichischen Gemeinden keine Krabbelstube, keinen Hort und keinen Kindergarten, der durchgehend mehr als acht Stunden geöffnet hat.

Positiv bewerten wir den Ansatz von Frauenminister Haupt, alleinerziehenden Müttern ebenso lange Kindergeld zu bezahlen wie Paaren.

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