Greenpeace: Häupl soll Atomstromimporte nach Wien stoppen

Auch die Wienstrom wird Atomstrom aus Temelin importieren

Wien (OTS) - Greenpeace ruft Bürgermeister Häupl auf, sich ein Beispiel an über 450 Bürgermeistern in Österreich und Bayern und an zwei Wiener Bezirksvorstehern zu nehmen. "Nachdem Linz, Salzburg und Klagenfurt ihrem Stromversorger die Kündigung angedroht haben, sollte dieser Atomstrom aus Deutschland von der E.ON beziehen, ist nun Bürgermeister Häupl dringend gefordert, die Wiener aufzuklären, dass noch heuer Temelinstrom über die Wienstrom aus den Steckdosen der Wiener Haushalte fließen wird", fordert Greenpeace- Energiesprecher Erwin Mayer. Greenpeace appelliert an Häupl, den Strombezug der Wienstrom von deutschen Atomstromkonzernen wie E.ON offenzulegen und den Import von Temelinstrom zu unterbinden.

Nachdem Greenpeace nun auch die Bezirksvertreter angeschrieben hat, haben inzwischen zwei Bezirksvorsteher - Ing. Kurt Wimmer/Margareten und Frau Ernestine Graßberger/Ottakring - die Greenpeace-Deklaration an die Wienstrom unterschrieben. Die Bezirke sind für den Strombezug ihrer Einrichtungen selbst zuständig und können ebenso wie die Haushalte ab Oktober frei ihren Stromversorger wählen. "Häupl sollte sich der breiten Anti-Temelinfront anschließen, denn auch die Wiener wollen keinen Strom aus dem tschechischen Schrottreaktor", so Mayer.

Die Wienstrom war einer der ersten Stromversorger in Österreich, die massiv Atomstrom aus Deutschland - auch von den ehemaligen Bayernwerken (jetzt E.ON) importieren. "Die Absicherung mit den 'Vertragsklauseln', die den atomstromfreien Bezug laut Wienstrom garantieren soll, kann nicht verhindern, dass mit dem Geld der Wiener Haushalte und dem Wiener Gemeindebudget letztlich auch AKW in Deutschland und auch das AKW Temelin in Tschechien mitfinanziert werden", betonte Mayer.

Greenpeace rief letzte Woche die österreichischen Haushalte dazu auf, ab Oktober ihrem Stromversorger zu kündigen, wenn dieser weiterhin Atomstrom und damit zukünftig Strom aus Temelin bezieht. Inzwischen haben bereits mehr als 250 vor allem Wiener Haushalte die Wienstrom aufgefordert, ihren Strombezug aus Tschechien und in naher Zukunft auch aus dem AKW Temelin über die deutsche E.ON einzustellen. "Häupl sollte die berechtigten Sorgen der Wienerinnen und Wiener ernst nehmen und mithelfen, die Sicherheit der Wiener Bürger zu garantieren, denn der Risikoreaktor Temelin ist nicht weit von Wien entfernt", erinnerte Mayer abschließend.

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