• 20.03.2001, 11:33:47
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  • OTS0163

LIF-Atefie: Ulfs im Wert von 571 Millionen Schilling auf Halde=

Nur scheinbar technische Schwierigkeiten?

Wien (OTS) - Den heutigen Bericht im Standard, wonach die Stadt
Wien die Niederflur-Straßenbahn "Ulf" zu teuer gekauft habe, nahm
Kave Atefie, LIF-Kandidat für den Wiener Gemeinderat, zum Anlass, um
erneut darauf hinzuweisen, dass in Wien seit 1. Juli des Vorjahres
Straßenbahnen im Wert von 571 Millionen Schilling auf Halde stehen.
"Die Wiener Linien rüsten ihre Straßenbahngarnituren nach und nach
auf Ulf-Garnituren (Ultra Low Floor) um. Diese kosten pro Meter 1
Million Schilling. Pro Monat werden etwa 2 Garnituren geliefert. In
Summe verfügt Wien derzeit über 53 lange (35 m) und 12 kurze (23 m)
Ulfs. Die 38 Stück langen und 10 Stück kurzen Ulfs, die vor dem 1.
Juli 2000 geliefert worden sind, waren bereits im Einsatz. Die
übrigen 15 langen und 2 kurzen stehen seit 1. Juli auf Halde und
werden nicht in Betrieb genommen", erklärte Atefie.

Seit 1. Juli 2000 müssen neu in Betrieb gehende Straßenbahnen aus
Sicherheitsgründen auf der rechten Seite mit einem Rückspiegel
ausgestattet sein. Dies ist bei den auf Halde stehenden Ulfs aber
nicht der Fall. "Obwohl ein Einbau vergleichsweise einfach zu
bewerkstelligen wäre und die Vorrichtungen an den Ulfs dafür
vorhanden sind, weigerte sich die Stadt Wien bislang, dies zu tun.
Dadurch kommen immer weniger Ulf-Garnituren zum Einsatz",
kritisierte der Liberale.

"Warum kommt man der Verpflichtung zum Umbau nicht nach? Es ist
anzunehmen, dass da mehr dahinter steckt", vermutete Atefie. Die
Ulfs seien zwar technisch modern, aber die Ausrüstung mit
Einzelrädern habe sich nicht bewährt. Sie würden daher schneller
verschleißen als die sonst europaweit üblichen Drehgestelle und
überdies in die Schienen hineinschneiden. Sie seien somit in der
Wartung sehr teuer.

Die undurchschaubare Geschichte rund um die nicht im Einsatz
befindlichen Straßenbahngarnituren werfe zahlreiche Fragen auf: Wann
werden die auf Halde stehenden Garnituren umgerüstet und in Betrieb
genommen? Warum werden die Ulfs nach und nach aus dem Verkehr
gezogen? Haben sich die Ulfs als ungeeignet erwiesen? Welche
technischen Gebrechen weisen die Ulfs auf? Gibt es Leasingverträge
die Ulfs betreffend? Wie viele Ulfs werden noch gekauft?
Ist es bloß Zufall, dass die verantwortliche Stadträtin in den
Vorstand von Siemens eingezogen ist? "Das ist nur ein Teil der
Fragen, die mir in diesem Zusammenhang einfallen. Es liegt an
Bürgermeister Häupl, die entsprechenden Antworten zu geben", so
Atefie abschließend.

(Schluss)

Rückfragehinweis: Liberales Forum Wien

Pressestelle
Tel.: (01) 4000-81559
www.lif.at

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