Grollitsch für nachhaltige Strukturreformen in der Landwirtschaft

Wien, 2001-03-19 (fpd) - Der freiheitliche Bundestierschutzsprecher Dr. Udo Grollitsch sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Reform der europäischen Landwirtschaft. Nicht erst die sich dramatisch über den gesamten Kontinent ausbreitende Maul- und Klauenseuche zeuge davon, daß Feuer am Dach sei, schon BSE-Krise und Schweineskandal hätten diesbezügliche Defizite einer aufgeblähten Brüsseler Bürokratie erwiesen. ****

Die nunmehr aufbrechenden Katastrophen seien, so Grollitsch, deutliche Menetekel an der Wand einer völlig denaturierten und tierverachtenden EU-Agrarpolitik. Was bestimmte Auswüchse der landwirtschaftlichen Tierhaltung angehe, habe man nur die Spitze eines Eisberges aufgedeckt, so Grollitsch, je tiefer man aber in die Problematik vordringe, umso deutlicher zeige sich eine aus tierschützerischer Sicht völlig inakzeptable Mißachtung jeglicher mitgeschöpflichen Würde. "Die nunmehr diskutierten europaweiten Begleitmaßnahmen zur Schadensbegrenzung zeichnen ein Bild des Jammers und der Hilflosigkeit", so der freiheitliche Abgeordnete. Damit erweise sich die EU-Bürokratie einmal mehr als aufgeblähter, bestimmten Lobbies verpflichteter Moloch denn als entschlossene Staatengemeinschaft, die bereit sei, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und Krisen zum Anlaß zu nehmen, einen Schlußstrich unter Fehlentwicklungen zu setzen.

Aber auch in Österreich gebe es Handlungsbedarf, so Grollitsch. So sei nunmehr zu klären, ob nicht unterschiedliche Tierschutzbestimmungen in den einzelnen Bundesländern in der landwirtschaftlichen Tierzucht da und dort zu die Tiere unterschiedlich belastenden Praktiken führen, ob etwa das Verfütterungsverbot von Tiermehl nur auf Wiederkäuer beschränkt bleiben solle, ob angesichts der angespannten Situation die Importquote aus Oststaaten nicht drastisch reduziert, wenn nicht gar verboten werden sollten etc. Die Freiheitlichen hätten daher an Landwirtschaftsminister Molterer eine schriftliche Anfrage gerichtet, in der die Klärung dieser und anderer heikler Fragen eingefordert werde.

Die dramatische Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche bestätige die Warnungen freiheitlicher Tierschutzpolitik. Schließlich habe man bisher vergeblich auf die EU einzuwirken versucht, die Lebendtiertransporte quer durch Europa - Folge einer perfiden Subventionspraxis - drastisch einzuschränken. Nun sei es Zeit zu handeln, so Grollitsch abschließend. (Schluß)

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