Postgewerkschaft: Telekom gibt die Zukunft auf

Ausbildungszentren müssen erhalten bleiben

Wien (GPF/ÖGB). "Wer die Jugend aufgibt, gibt die Zukunft auf", krisiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF), Hans-Georg Dörfler, die Ankündigung des Telekom-Vorstandes, die eigenständige Lehrlingsausbildung aufzugeben.++++

"Wir brauchen mehr IT-Kräfte, wir brauchen mehr Ausbildung in diesem Bereich, hallt es durch das Land und der Telekom-Vorstand streicht die eigenen Ausbildungszentren in Wien und Graz. Da muss jemand von Taubheit geschlagen sein", kritisiert Dörfler den Telekom-Vorstand, der die Ausbildungszentren teilweise verkaufen will und die eigenständige Lehrlingsausbildung aufgeben will. Für den Postgewerkschafter ist dies nur ein Zeichen, dass es den Telkom-Chefs nicht um eine zukunftssichernde Strategie geht, sondern nur um unmenschlichen Personalabbau. Dörfler: "Allein darin ist der Vorstand Spitze."

Der Postgewerkschaftsvorsitzende sieht in der Aufgabe der Ausbildungszentren ein ähnliches Vorgehen wie bei der versprochenen Erschließung neuer Geschäftsfelder. Dörfler: "Der Vorstand hat auch hier schriftlich vereinbart, dass neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Tatsache ist, dass nicht nur keine neuen Geschäftsfelder erschlossen werden, sondern sogar welche aufgegeben werden."

Dörfler abschließend: "Was der Telekom-Vorstand derzeit aufführt, ist nicht nur betriebswirtschaftlicher Selbstmord, sondern vor allem auch ein Raub der Zukunft unserer Jugend. So schaut’s aus." (ff)

ÖGB, 19. März 2001 Nr. 213

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