KUKACKA: KEIN PERSILSCHEIN FÜR DROGEN AM STEUER. Cannabis wird oft gemeinsam mit harten Drogen genommen

Wien, 19. März 2001 (ÖVP-PK) Selbstverständlich werde die ÖVP auch in Zukunft das Thema "Alkohol im Straßenverkehr" nicht negieren, sondern das Problem weiterhin konsequent bekämpfen, wies ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Montag, diesbezügliche Vorwürfe von SJ-Chef Kollross entschieden zurück. Aber die ÖVP ist genauso wenig bereit, das immer stärker werdende Problem des Konsums illegaler Drogen am Steuer zu verharmlosen und Drogenlenkern einen "Persilschein" fürs Autofahren, auch nicht mit sogenannten "weichen Drogen", auszustellen.****

Der Konsum von Cannabis beim Autofahren ist bei weitem nicht so harmlos, wie es die Jusos so gerne sehen würden. Denn Cannabis wirkt hauptsächlich empfindungsverändernd und beeinträchtigt die Fahr- und Hand-Augen-Koordination sowie die akustische Signalerkennung bzw. Wahrnehmungsverarbeitung. Die Störung des Zeitgefühls bewirkt außerdem verlängerte Reaktionszeiten. Wer Cannabis konsumiert, ist also denkbar ungeeignet, am Straßenverkehr teilzunehmen, stellte Kukacka klar.

Erst vor wenigen Wochen hat der österreichische Ärztekammerpräsident Dr. Pjeta darauf hingewiesen, dass es sich bei Cannabis um eine Einstiegsdroge handelt, die in vielen Fällen zu nachhaltiger Suchtgiftabhängigkeit führt. Die Legalisierung von Cannabis würde in vielen Fällen den Umstieg auf härtere Drogen massiv erleichtern.

Dass Drogen im Straßenverkehr schon lange kein Randthema mehr sind, zeigt auch eine Statistik der Wiener Polizeidirektion. Dabei liegt der Entzugstatbestand wegen Konsums von Cannabis (Haschisch), mit 44,5 Prozent aller Führerscheinentzüge wegen Drogenkonsums klar an erster Stelle. Im Jahr 2000 gab es 117 Lenker, denen wegen Cannabiskonsums der Führerschein entzogen wurde, erläuterte Kukacka. Doch auch der gemeinsame Konsum von Cannabis mit anderen illegalen Drogen bzw. Suchtgiften ist erschreckend hoch (16 Prozent der Führerscheinentzüge wegen Drogen).

Selbst der Drogenersatzstoff Methadon wurde vielfach gemeinsam mit anderen Drogen genommen. Denn die Führerscheinabnahmen wegen Drogenkonsums in Wien von 1996 bis 2000 zeigten, dass nur elf von 146 Lenker (7,5 Prozent) ausschließlich Methadon nahmen, 135 jedoch zusätzlich illegale Drogen konsumierten. Am häufigsten (in 38 Fällen, das sind 26 Prozent) wurde der gemeinsame Konsum von Methadon, Cannabis, Opiaten und Kokain nachgewiesen, so Kukacka.

Cannabis habe auf Grund seiner Wirkung, so wie alle anderen illegale Drogen auch, im Straßenverkehr nichts verloren und es ist auch kein so vernachlässigbares Problem, wie es die Jusos so gerne hinstellen. Die ÖVP/FPÖ-Koalition hat jedenfalls die Lösung dieses Problems in Angriff genommen, und werde den Konsum illegaler Drogen im Straßenverkehr unter Strafe stellen, schloss Kukacka.
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