Stiefsohn (KPÖ): Autismus im ORF greift um sich

Gesamtüberblick über die GR-Wahl-Berichterstattung würde KPÖ-Vorwürfe untermauern

Wien (OTS) - Die Spitzenkandidatin der KPÖ zur Gemeinderatswahl in Wien, Waltraud Stiefsohn, erneuert heute den Vorwurf, dass der ORF in seiner Berichterstattung die KPÖ ausgrenzt.

Zur Erklärung der ORF-Pressestelle (siehe OTS 257 vom 16. März) meint Stiefsohn: "Zwei Mal wurde also bisher - so das Eingeständnis der ORF-Pressestelle - in 'Wien heute' über die KPÖ berichtet. Das Liberale Forum, welches wahrscheinlich nach der Wahl nicht mehr im Gemeinderat vertreten sein wird, wird fast jeden Tag in 'Wien heute' erwähnt. Zudem konnte Frau Bolena, ich gönne es Ihr von Herzen, im Studio zu den Forderungen und Zielen des LIF Rede und Antwort stehen. Wenn der ORF dieses eklatante Mißverhältnis als umfassende und ausgewoGene Berichterstattung bezeichnet, so muß ich zur Schlußfolgerung gelangen, dass der Autismus im ORF um sich greift".

Zur Untermauerung der KPÖ-Kritik verweist Stiefsohn auf einen Bericht zu Wahl, der am 18. März in 'Heimat, fremde Heimat' gesendet wurde. Stiefsohn: "In einem sehr ausführlichen Bericht wurde über die Gemeinderatsparteien und ihre Positionen zur Immigrantspolitik, über die Initiative der Wiener-Wahl-Partie und über eine 'Integrationspartei', die jedoch die undemokratische Wahlhürde nicht überwinden konnte, berichtet, doch die KPÖ/Linke Liste wurde im Beitrag mit keinem einzigen Wort erwähnt. Ignoriert wurde, daß Bright Oyairo, Arbeiterkammer-Rätin der Liste Bunte Demokratie für Alle, für die KPÖ kandidiert und dass fast die Hälfte der KandidatInnen unserer Gemeinderatsliste aus dem ImmigrantInnenbereich kommt. Aber wahrscheinlich hat der zuständige ORF-Redakteur über diese Tatsachen nicht Bescheid gewußt, wo doch unsere Pressestelle den Leiter der Minderheitenredaktion, Herrn Mag. Kletzander, schon vor mehreren Wochen telefonisch über diese Fakten informiert hat. Blöd nur, dass Mag. Kletzander selbst der verantwortliche Redakteur für den Bericht ist".

Den ORF fordert Stiefsohn auf, die Statistiken zur Wahlberichterstattung der einzelnen Abteilungen zu veröffentlichen. "An Hand der Statistiken wird sich schwarz auf weiß zeigen, dass unsere Vorwürfe berechtigt sind. Heute werden wir ausgegrenzt und totgeschwiegen - schon morgen wird es andere Gruppen treffen", so Stiefsohn.

An die Grünen und das Liberale Forum richtet Stiefsohn die Aufforderung, sich "öffentlich für eine faire Berichterstattung des ORF einzusetzen".

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