Euro-Umstellung: Kleingeld für einen guten Zweck

Wien (OTS) - Österreichisches Jugendrotkreuz und "Licht ins Dunkel" bereiten große Sammelaktion an den 6.200 Schulen vor - Nationale Plattform der Nächstenliebe =

An den 6.200 Schulen in Österreich werden im Zuge der Euro-Umstellung 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler gebeten, nicht mehr benötigte Schillingmünzen und Groschen in den ca. 75.000 Klassen des Landes zu sammeln und der Behindertenhilfe zur Verfügung zu stellen. Durchgeführt wird diese karitative Aktion an den Schulen vom Österreichischen Jugendrotkreuz (ÖJRK) in Zusammenarbeit mit "Licht ins Dunkel", dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Oesterreichischen Nationalbank sowie zahlreichen anderen Geldinstituten, von 28. Mai bis 13. Juni 2001.

Das Österreichische Jugendrotkreuz verfügt über ein ideales Netzwerk des Helfens, das sich schon mehrfach bewährt hat. Engagierte Schuldirektoren, Lehrer und Klassensprecher werden das organisatorische Rückgrat der Kampagne bilden und gemeinsam mit den über 6.000 ÖJRK-Referenten den Erfolg sicherstellen.

Lehrern und Schülern werden umfangreiche, für die jeweilige Altersstufe verfasste, Arbeitsbehelfe zur Verfügung gestellt, sodass gleichzeitig mit der Sozialaktion auch über die Einführung des Euro informiert und diskutiert werden kann. Alle ÖJRK-Zeitschriften, die mit einer monatlichen Auflage von rund 600.000 an den österreichischen Schulen erscheinen, stehen mit Informationen und Kommentaren im Dienst der Aktion.

Der ORF wird in bewährter Weise berichten und mit zielgruppengerechten Aktivitäten sowie mit Radio- und Fernsehspots zur besten Sendezeit zum Mitmachen einladen. Die speziell auf Schüler abgestimmte Werbelinie der Aktion erstellt die renommierte Agentur Demner, Merlicek & Bergmann.

Die Menge des Kleingelds, das in Österreich im Umlauf ist, lässt sich nur schwer abschätzen. Seit Einführung des Schilling in Österreich 1945 wurden mehr als sechs Milliarden Stück Münzen in Umlauf gesetzt. Seitens der Oesterreichischen Nationalbank wird aufgrund von Stichproben angenommen, dass davon noch etwa die Hälfte tatsächlich vorhanden ist. Ein Großteil der Münzen dürfte aber in Sparstrümpfen, Büchsen, Gurkengläsern und anderen Gefäßen aufbewahrt werden. Hier setzt die Schulaktion an und motiviert Eltern und Kinder dazu, zumindest einen Teil dieses Kleingeldes als Hilfe für physisch, materiell und psychisch benachteiligte Kinder in Österreich zu spenden.

Angesicht der riesigen Menge an Kleingeld, die in den Haushalten lagert, wird die Aktion "Licht in Dunkel" gemeinsam mit ihren Partnern im Rahmen des europaweiten Euro-Umtausches in drei Etappen ihre sozialen Anliegen vermitteln und unter ihrem Dach eine nationale Plattform der Nächstenliebe bilden, um überflüssig werdendes Kleingeld karitativen Zwecken zuzuführen.

* Die erste Etappe findet gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz im Mai und Juni 2001 statt.

* An der zweiten Etappe, die im Rahmen des Weltspartages in der letzten Oktoberwoche 2001 geplant ist, werden sich auch zahlreiche Geldinstitute beteiligen. Dabei können die Partner auch mitentscheiden, welchem Projekt oder welcher Organisation das gesammelte Geld zukommen soll.

* Die dritte Phase wird am Ende der Gültigkeit des Schilling als allgemeines Zahlungsmittel Ende Februar und Anfang März 2002 voraussichtlich wieder mit dem Österreichischen Jugendrotkreuz durchgeführt werden.

Die gespendeten Gelder werden für konkrete Hilfsprojekte der Aktion "Licht ins Dunkel" und des Österreichischen Jugendrotkreuzes eingesetzt, insbesondere für Maßnahmen im Bereich der Integration, der Ausbildung und der Therapie benachteiligter Kinder und Jugendlicher sowie für einen nationalen Nothilfe-Fonds, der rasch und unbürokratisch bei Unglücks- und Katastrophenfällen helfen soll.

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Rückfragen & Kontakt:

Kurt Bergmann
ORF-Leiter der Aktion "Licht ins Dunkel", Tel.: (01) 87878-14160

Mag. Heidi Zikulnig
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Tel.: (01)
531 20-5002

Direktor Alfred Scherz
Oesterreichische Nationalbank, Tel.: (01) 404 20-1002

Mag. Karl J. Zarhuber
Österreichisches Jugendrotkreuz, Tel.: (01) 58 900-171

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