Alarmierender Wohnungsleerstand bei Gemeinnützigen

Gewerbliche Bauträger fordern Wettbewerb bei Förderungsvergabe

Wien (PWK) - Die kürzlich vom Verband der gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen bekannt gegebene Leerstandsziffer von 710 Wohnungen im Neubau bestätigt die Meinung des Vorsitzenden des RGO-Ausschusses Bauträger in der Bundesinnung der Immobilientreuhänder, Winfried Kallinger, dass die Gemeinnützigen nach wie vor am Markt vorbei bauen. Schuld daran ist nach Ansicht der gewerblichen Bauträger die immer noch bestehende politische Bevorzugung der Gemeinnützigen bei der Förderungsvergabe.

Laut aktueller Statistik wurden im Jahr 1999 von den gemeinnützigen Bauvereinigungen 16.784 Wohnungen fertiggestellt. Die von Wurm bekannt gegebene Zahl von 710 Leerstehungen bedeutet daher, dass die derzeitige Leerstandsquote der Gemeinnützigen 4,2 % der Jahresproduktion beträgt. Sie liegt daher wesentlich höher als die Leerstandsquote im freiwirtschaftlichen Vermietungsbereich.

Dass der Verband in seiner Presseaussendung nur eine Leerstandsquote von 2 % angibt, ist entweder auf mangelnde Information über die Produktionszahlen der eigenen Gruppe oder darauf zurückzuführen, dass sich die Leerstandsrate auf eine 2-Jahresproduktion bezieht. Daraus ergäbe sich allerdings die dramatische Schlussfolgerung, dass im Bereich der Gemeinnützigen bereits Langzeitleerstehungen im Neubau vorliegen, die somit auf ein strukturelles Problem des Sektors hinweisen.

Die in der letzten Zeit seitens der Gemeinnützigen geäußerte Idee, die Prüfung durch deren Revisionsverband zur Voraussetzung für die Zuerkennung von Förderungsmitteln zu machen, stellt sich als vollkommen unsachlich heraus. Die Prüfung durch den Revisionsverband konnte nicht verhindern, dass die Gemeinnützigen weitestgehend am Bedarf vorbei bauen. "Das einzige Mittel gegen Fehlinvestitionen ist ein offener Zugang zur Wohnbauförderung auch für gewerbliche Bauträger, und Wettbewerb", so Kallinger. (MH)

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