Sima zu Temelin-Neustart: Ignoranz der Betreiber skandalös - Nächste Panne im 'on-off-Akw' vorprogrammiert

"UVP verdient diesen Namen bald nicht mehr - Überprüfung wird zur reinen Farce"

Wien (SK) Skandalös ist nach Ansicht von SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima die Ignoranz der Betreiber des Akw Temelin, die gestern nach einer einwöchigen Pause das umstrittene Akw wieder hochgefahren haben. "Die Betreiber haben aus der unsäglichen Pannenserie der letzten Monate nichts gelernt, das permanente Ein- und Ausschalten ist ja schon zur Routine geworden, Temelin wird als on-off-Akw in die Gesichte eingehen", so Sima. "Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Zwischenfall ein neuerliches Abschalten notwendig macht. Die Techniker haben das Pannen-Akw einfach nicht in Griff, doch dies will man sich von tschechischer Seite nicht eingestehen", so Sima am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die Umweltsprecherin bedauert das Schweigen der österreichischen Bundesregierung zur Causa Temelin. "Nach zwölf Störfällen seit Beginn der nuklearen Kettenreaktion im Oktober gibt es keinerlei Aufforderung von Seiten der Regierung, die in Melk vereinbarte UVP durchzuführen, bevor man Temelin wieder ans Netz nimmt", kritisiert Sima. Die im Dezember vereinbarte Sicherheitsüberprüfung verdient laut Sima den Namen UVP bald nicht mehr, sie verkomme immer mehr zur Farce. "Die große Chance, die die UVP hätte werden können, wird zusehends verspielt. Nach letztem Stand sei bei der Durchführung der UVP die Überprüfung einer "Null-Variante" sowie die Auswirkungen eines schweren Unfalls in Temelin zumindest fraglich. "Zudem ist der Zeitrahmen für die Sicherheitsüberprüfung viel zu kurz bemessen, was der Intention der Betreiber natürlich nur entgegen kommt", kritisiert Sima abschließend. (Schluss) wf/mm

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