Auf Rollen ins Krankenhaus

Wien (OTS) - Der altbekannte Roller hat eine gewaltige Auferstehung gefeiert. Nach einer technischen Frischzellenkur gehören Scooter und Kickboards zum alltäglichen Erscheinungsbild. Auch Inlineskater, früher einmal Rollschuhe genannt, sind in ihrer modernen Form zum weit verbreiteten Sportgerät geworden. Allerdings steigt durch diese Geräte die Unfallgefahr. "Etwa 1.200 Menschen haben sich im vergangenen Jahr beim Fahren mit Scootern verletzt und mussten im Spital behandelt werden. Wer Inline-Skater und Scooter benützt, sollte besonders auf seine Sicherheit achten", sagt Dr. Heinz Peter Slatin vom Österreichischen Roten Kreuz.

Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren sind besonders gefährdet. Etwa 60 Prozent der Verletzungen sind Knochenbrüche. Slatin:
"Überforderung, fehlende Schutzausrüstung und die Scooter selbst sind die Hauptursachen für Unfälle. So haben scharfkantige Bestandteile der Scooter schon zu Knieverletzungen geführt. Auch mangelhafte Abdeckungen an den Lenker-Enden sind gefährlich." Schon beim Kauf von Scootern kann das Verletzungsrisiko verringert werden. "Statten Sie die Lenker-Enden mit Griffen von Kinderfahrrädern aus. Diese haben besonders große Endkappen. Skater können das richtige Stürzen in Kursen erlernen", so Slatin.

Beim Skaten und beim Scooten empfiehlt Slatin das Tragen einer Schutzausrüstung. Auf Helm, Ellbogenschützer, Handstützen und Knieschützer sollte nicht verzichtet werden. "Inlineskater erreichen Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h. Wer mit dieser Geschwindigkeit ungeschützt auf Asphalt fällt, dem sind großflächige Abschürfungen sicher", sagt Slatin. Das Fahren mit Scootern ist nicht ganz so einfach. Die kleinen Räder können leicht aus der Spur kommen, bieten auch nur wenig Bodenhaftung. Außerdem sind Scooter mit Bremsen ausgestattet, die nicht für hohe Geschwindigkeiten geeignet sind. Die nervöse Lenkung macht den Scooter außerdem schwer kontrollierbar. Slatin: "Skatern wie Scootern macht oft aber auch der Bodenbelag zu schaffen. Gehsteigkanten, Steinchen oder Straßenbahnschienen lassen die Fahrer oft stürzen."

Wer also ungetrübtes Vergnügen auf Skatern oder Scootern genießen möchte, kann sich selbst schützen. Kurse, die richtige Ausrüstung und das richtige Maß an Vorsicht können helfen, sich Knochenbrüche zu ersparen und die sonnige Zeit im Jahr ohne unangenehmen Gipsverband zu verbringen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.roteskreuz.at

ÖRK-Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK/ORK