KUKACKA: PSYCHOLOGEN BEFÜRCHTEN: DROGEN WERDEN ALKOHOLKONSUM IM STRASSENVERKEHR VERDRÄNGEN Politik muss darauf reagieren!

Wien, 17. März 2001 (ÖVP-PK) Dass die Koalition mit ihrer Gesetzesinitiative gegen Drogen im Straßenverkehr eine dringend notwendige Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen gesetzt und damit quasi in ein Wespennest gestochen hat, zeigt auch eine Aussage des Linzer Verkehrspsychologen Edgar Spoerer, der auf Grund seiner Erfahrungen feststellt, dass alle Zeichen darauf hindeuten, "dass Drogen auf lange Sicht den Alkohol verdrängen werden." Das berichtete ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Samstag.****

Diese Erfahrungen decken sich auch mit den Erkenntnissen, die die Wiener Polizei in den letzten Jahren mit Drogen im Straßenverkehr gesammelt hat. Einer Statistik zufolge wurden in den Jahren 1996 bis 2000 insgesamt 956 Lenkern in Wien wegen Drogenkonsums der Führerschein entzogen.

Und angesichts der Befürchtungen der Verkehrspsychologen, dass noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, mutet der Versuch der Jusos, den Konsum von Cannabis zu bagatellisieren, mehr als grob fahrlässig an. Seit Jahren weisen Drogenexperten darauf hin, dass es sich bei Cannabis um eine Einstiegsdroge handle, dessen Legalisierung den Umstieg auf härtere Drogen massiv erleichtern würde, kritisierte Kukacka.

"Wir müssen uns im Klaren sein, dass der Konsum illegaler Drogen ein immer stärker werdendes gesellschaftliches Problem wird, das man - auch im Straßenverkehr - nicht durch Wegschauen wirksam bekämpfen kann. Wer unter Einfluss illegaler Drogen Auto fährt, muss aus dem Verkehr gezogen werden. Die im Gesetzesentwurf vorgesehenen Maßnahmen, wie z.B. die Mitwirkungspflicht des betroffenen Fahrzeuglenkers zur Feststellung des Konsums illegaler Drogen und die Nichtverweigerung der Abnahme einer Harn- oder Blutprobe, werden die Voraussetzungen dafür schaffen", schloss Kukacka.
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