Gemeinnützige: ÖVP-Vorwurf der "gehorteten" Milliarden ungerechtfertigt

Wien (OTS) - Die von ÖVP-Bautensprecher NR-Abg. Walter Tancsits
und dem Wiener Wohnbausprecher der ÖVP Labg. Georg Fuchs erhobenen Vorwürfe, "die Gemeinnützigen Bauvereinigungen würden Milliardenbeträge horten, sind völlig ungerechtfertigt", streicht GBV-Obmann Mag. Karl Wurm zu jüngsten ÖVP-Aussagen hervor.

Für die von Gemeinnützigen im Rahmen der gesetzlichen Limitierungen erwirtschafteten Gewinne sieht das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz vor, präzisiert Wurm den Sachverhalt, "dass sie in den Neubau und für Sanierungen reinvestiert werden müssen. Dieser Eigenkapitaleinsatz reduziert für die Mieter und Wohnungseigentümer die laufenden Kosten".

Nicht innerhalb von fünf Jahren investiertes Kapital unterliege gemäß der "Reservekapitalregelung" der Körperschaftsteuer. Bislang ist diese - gegenüber gewerblichen Unternehmen verschärfte -Körperschaftsteuerpflicht bei den Gemeinnützigen nicht schlagend geworden, da sie über kein entsprechendes Reservekapital verfügen, sondern ihr Kapital im Wohnbau eingesetzt haben. Von einem Horten der Gelder auf einer "hohen Kante" könne daher überhaupt keine Rede sein, betont der GBV-Obmann.

Die von der ÖVP erhobene Forderung nach Verteilung der "gehorteten" Mittel oder der Jahresüberschüsse an die Mieter der jeweiligen Bauvereinigungen würde daher bedeuten, den Unternehmen Eigenkapital zu entziehen, "das zu weitaus günstigeren Konditionen als Kapitalmarktmittel zur Verfügung steht und kostenreduzierend für Sanierungen aber auch zukünftige Projekte herangezogen werden kann".

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