Waneck will Krankenkassen-Dienststellen schließen ... Wahnsinn

Wien (OTS) - Immer kurioser werden die Vorschläge zur Sanierung
der Krankenkassen. Gestern hat Staatssekretär Reinhard Waneck mit einer neuen Idee verblüfft: 250 der insgesamt rund 400 Außenstellen der Sozialversicherung sollen aufgelassen werden - also nicht weniger als 63 (!) Prozent. OÖGKK-Obmann Helmut Oberchristl: "Ich fordere alle im Landtag vertretenen Parteien zum Schulterschluss gegen diesen Wahnsinn auf."

In den 24 Außenstellen der OÖ Gebietskrankenkasse werden pro Jahr fast 1,3 Millionen Kunden persönlich betreut. Ebensee als kleinste Dienststelle bietet pro Jahr Service für mehr als 13.000 Kunden, in Wels werden jährlich mehr als 122.000 Menschen betreut. Eine Einschränkung der flächendeckenden dezentralen Versorgung wäre vor allem für jene Menschen eine spürbare Verschlechterung, die am meisten auf diese Versorgung angewiesen sind: Ältere, kranke und behinderte Menschen, die über eine geringe Mobilität verfügen. Die in die Diskussion eingebrachte Reduzierung auf Außenstellen in Bezirksstädten würde die Schließung der OÖGKK-Dienststellen in Bad Hall, Bad Ischl, Ebensee, Enns, Lambach, Mattighofen, Pregarten und Linz-Kleinmünchen bedeuten.

Obmann Helmut Oberchristl: "Dieser Vorstoß zeigt einmal mehr, in welche Richtung es gehen soll - in Richtung Leistungseinschränkung ohne jede Rücksicht auf die Bedürfnisse der Menschen." Das könne von der OÖ Gebietskrankenkasse sicher nicht hingenommen werden. Oberchristl: "Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es in Oberösterreich einen einzigen Politiker gibt, der sich ein so radikales Schließungskonzept von OÖGKK-Dienststellen wünscht." Deshalb erwarte er sich eine klare Stellungnahme aller politischen Kräfte des Bundeslandes gegen den Waneck-Plan.

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