"Natura 2000" nicht gegen Straßenbau ausspielen

LSth Gorbach: Belastete Bevölkerung braucht Hilfe

Bregenz (VLK) - Landesstraßenbaureferent Hubert
Gorbach hält das "Natura 2000"-Projekt für sehr wichtig und zukunftsorientiert. Trotzdem, so Gorbach, "darf es aber auf
keinen Fall mit wichtigen Entlastungsprojekten, wie der S 18, unvereinbar sein." Schon lange vor dem Beitritt Österreichs
zur EU hätte man hier in Vorarlberg erkannt, wo Naturschutz-
und Schongebiete liegen. ****

Gorbach: "Es ist eine Notwendigkeit und auch unsere
oberste Pflicht, die seit Jahren in unzumutbaren Verkehrsverhältnissen lebende Bevölkerung von Bregenz, Hard, Lustenau, Höchst, Fußach und dem Leiblachtal zu entlasten."
Es könne doch nicht sein, so Gorbach, dass eine im Jahre 1997 verordnete Entlastungsstraße - die bereits Gesetzescharakter
hat - im Nachhinein mit der Argumentation "Natura 2000" in
Frage gestellt werde. Wiewohl von Seiten der Landesregierung
die Meldungen der "Natura 2000" gewissenhaft vorgenommen
würden und man mit Rücksicht auf bestehende Entscheidungen
und Beschlüsse gerade bei der Trassenführung auf die Anliegen
des Naturschutzes, nämlich durch die Umfahrung des Landschaftsschutzgebietes und des Naturschutzgebietes
Rücksicht genommen habe.

"Auch mir wäre es selbstverständlich lieber, wenn wir den benötigten Patz und die Möglichkeiten hätten, eine Entlastungsstraße zwischen der A 14 und der A 13 zu bauen,
die ähnlich hohe Verkehrswirksamkeit und Entlastungswirkung
hätte und nicht durch das Lustenauer Ried gehen müsste." Er
könne sich nur zum Xten Mal wiederholen, so Gorbach, wenn er
sage, dass 30 Jahre lang sämtliche Varianten diskutiert und geprüft wurden und diese nun beschlossene und verordnete
Variante realistisch und realisierbar sei. Mit Mitteln der
Natura 2000 zu argumentieren, erscheine lediglich entlarvend
dafür, die S 18 verhindern zu wollen. Denn auch die A 14 und
andere Straßenzüge entlang des "Natura 2000" Gebietes hätten diesselben Auswirkungen auf die Natur- und
Vogelschutzgebiete.

Naturschutz war und ist auch dem
Landesstraßenbaureferenten ein wichtiges Anliegen. Doch auch
die Sicherstellung einer vernünftigeren Lebensqualität für
die dicht besiedelten Gebiete, die unter dem Verkehr leiden,
der in Zukunft auf der S 18 sein wird, sind von hoher
Bedeutung für Landesstatthalter Gorbach.
(bl/ug,nvl)

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