KUKACKA: ÖSTERREICHS HÖHERE SCHULEN HALTEN INTERNATIONALEM VERGLEICH STAND OÖ. MKV fordert objektive Vergleichbarkeit von Noten zwischen Klassen und Schulen des selben Schultyps

Wien, 16. März 2002 (ÖVP-PK) Kein Schulsystem ist so gut, als dass es nicht noch weiter verbessert werden kann, erklärte ÖVP-Abg. Mag. Helmut Kukacka, Landesvorsitzender des oö.MKV, anlässlich der heute, Freitag, stattfindenden OÖ. MKV-Enquete zum Thema "Sind unsere Höheren Schulen im internationalen Vergleich Spitze?".****

Grundsätzlich positiv muss man sehen, dass Österreichs Schüler in der international anerkannten TIMS-Studie (Third International Mathematics and Science Study), an der rund 50 Schulsysteme bzw. Staaten aller Kontinente, darunter alle EU- und OECD-Staaten, teilnehmen, in "Mathematik und naturwissenschaftlichem Allgemeinwissen" sehr gut abschneiden und noch vor Staaten wie Frankreich oder Deutschland den neunten Platz einnehmen (angeführt wird diese Statistik von den Niederlanden und Schweden) und somit klar zum Ausdruck kommt, dass sich unser Schulsystem im internationalen Vergleich behaupten kann. Relativ schlecht abgeschnitten hat Österreich allerdings im Fachwissen Physik und liegt dort unter dem internationalen Durchschnitt, führte Kukacka aus.

Sieht man sich nur das österreichische Ergebnis, ohne Vergleich mit anderen Staaten, an, so ist dieses hingegen nicht so positiv. Österreichs MaturantInnen erreichten im Test "Allgemeine Naturwissenschaften" nur 56 Prozent der erreichbaren Punkte. Für den OÖ. MKV ist es in diesem Zusammenhang sehr wichtig, dass die objektive Vergleichbarkeit von Noten zwischen Klassen, vor allem aber zwischen Schulen des selben Schultyps, sichergestellt werden, forderte Kukacka.

Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass österreichweit das Leistungsniveau selbst zwischen den Schulen desselben Schultyps oft "gröberen Schwankungen unterzogen ist". Das führt dazu, dass für ein und dieselbe Note je nach Schule unterschiedliche Leistungen von den SchülerInnen erbracht werden müssen. Ein objektiver Leistungs- und somit Notenvergleich ist derzeit somit unbefriedigend und nur schwer möglich. Vor allem in den Ballungszentren mit ihren großen Angeboten auch innerhalb der einzelnen Schultypen wird durch dieses unterschiedliche Leistungsniveau der Schultourismus hin zur leistungsmäßig wenig anspruchsvollen Schule gefördert.

Deshalb fordert der oö. MKV eine
- gezielte Lehrerfortbildung (Bewusstseinsbildung über objektive Leistungsbeurteilung),
- Außenevaluation (vergleichende Leistungsbeurteilung der Schulstandards) durch Schulbehörde und Unterrichtsministerium,
- die Herstellung von Mindeststandards in den Kernfächern aller Höheren Schulen durch Festlegung von nationalen Leistungsstandards und
- laufende nationale und internationale Leistungsvergleiche der Höheren Schulen und die Veröffentlichung der Ergebnisse durch EU-Bildungsminister.

Denn nur eine Vergleichbarkeit von Noten und Leistung zwischen dem selben Schultyp gewährleistet einen gewissen Mindeststandard unserer Schulen und eine qualitativ hochwertige Ausbildung für unsere SchülerInnen, schloss Kukacka.
(Schluss)

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