Kadenbach: Niederösterreichs Jugend braucht mehr Lehrstellen

Deregulierung schaffte keine Lehrstellen

Niederösterreich (SPI) 1980 gab es in Niederösterreich rund 12.000 Lehrverträge 2000 waren es nur mehr rund 8000. "Die Wirtschaft darf nicht über den Facharbeitermangel jammern, sondern sie muss verstärkt Lehrlinge und damit Facharbeiter ausbilden", stellt die Geschäftsführerin der SPÖ-NÖ Karin Kadenbach in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit LAbg. Emil Schabl fest.

Lehrlinge bekommen immer mehr vermittelt, negativer Kostenfaktor und nicht Zukunft des Arbeitgebers zu sein. Die blau/schwarze Bundesregierung zerstört ein weltweit anerkanntes Ausbildungssystem. Die Probezeit von Lehrlingen wurde von 2 auf 3 Monate verlängert und die Behaltefrist von 6 auf 3 Monate verkürzt. "Es hat sich überall bewiesen - Deregulierung schafft keine Arbeitsplätze", führte Schabl aus. Die Wirtschaft verweigert immer mehr die Lehrlingsausbildung - jüngstes Beispiel die OMV die ein fertiges Ausbildungszentrum nicht in Betrieb nimmt. Land und Bund sehen dieser Entwicklung tatenlos zu oder beschleunigen sie indem die nationale Stiftung für Ausbildung ersatzlos streicht. "So werden die arbeitslosen Hilfsarbeiter von der Bundesregierung geschaffen", prangert Schabl an.

In einem Forderungskatalog zeigten Kadenbach und Schabl die Alternativen der SPÖ-NÖ auf. - Sofortige Aufhebung des Sparerlasses im Pflichtschulbereich. - Schaffung eines Lastenausgleichs zwischen Betrieben die ausbilden und solche die die Ausbildung der Jugend verweigern. - Weiterführung und Aufstockung des Nationalen Aktionsplanes für Beschäftigung. - Einstellen der Deregulierung. "Arbeiten wir gemeinsam daran für unsere Jugendliche die Voraussetzungen zu schaffen, dass sie Berufe erlernen können, die sie als Berufung und nicht nur als Job erleben. Dann werden wir die Zukunft der Jugendlichen und des Landes sichern", so Kadenbach und Schabl abschließend.
sw

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