wien.at-Chat mit Lebensmittelexperte Martin Hofer

Wien, (OTS) BSE-verseuchtes Rindfleisch, Hormone im Schweinefleisch, Antibiotika in Fisch und Geflügel: Kein Wunder, dass das "Wiener Lebensmittel- und Ernährungsservice" der MA 38 Hochbetrieb hat. Die Ernährungshotline mit der Nummer 4000/8038 ist im letzten halben Jahr heiß gelaufen, die Zahl der Anrufe stieg um das Dreifache. Interessierte haben am 21. März von 17 bis 19 Uhr Gelegenheit, mit dem Leiter der Ernährungshotline, Dr. Martin Hofer, unter www.wien.at/ zu chatten.

"Im Normalfall verzeichnen wir 40 Anrufe täglich. Seit Bekannt werden des Rindfleischskandals stieg die Zahl der besorgten Anrufer auf 150 pro Tag", berichtet Dr. Martin Hofer, Leiter des Wiener Lebensmittel- und Ernährungsservice der MA 38.
6500 Anrufe musste die Ernährungshotline im letzten halben Jahr zusätzlich bewältigen. "Was darf man eigentlich noch essen?" war dabei die mit Abstand meistgestellte Frage, die das Team der Hotline zu hören bekam.

"Wir raten den Menschen, unbedingt auf die Herkunft des Fleisches zu achten. Österreichisches Rindfleisch und Rindfleisch aus Bioproduktion sind unbedenklich. Denn Biobauern garantieren artgerechte Tierhaltung und eine biologisch geführte Landwirtschaft", verweist der gelernte Tierarzt auf die strengen Vorschriften für Biobauern.

Die Hotline ist aber nicht nur bei aktuellen Anlässen die richtige Nummer. Ob Haltbarkeit von Lebensmitteln, Inhaltsstoffe oder Sorgen mit Haushaltsschädlingen: Bei Fragen zum Thema Ernährung und Lebensmittel erhält man Tipps und Informationen.
Bewusste Ernährung - ein weiteres großes Thema: "Viele Wienerinnen und Wiener klagen über Gewichtsprobleme. Immer mehr Anfragen beziehen sich auf Kalorien von Lebensmitteln und Kalorienverbrauch, auf Diäten und Wundermitteln", weiß das Beraterteam. Dem Thema Abnehmen wird daher seitens der Beratungsstelle künftig "mehr Gewicht" verliehen. Die telefonische Beratungsstelle wurde 1996 von Martin Hofer als ein Ein-Mann-Unternehmen in Betrieb genommen. Heute besteht das Team aus fünf Beraterinnen und Beratern, darunter Ernährungswissenschafterinnen. "Eine(r) allein würde diese Aufgabe nicht mehr bewältigen."

Zumal auch immer neue Aufgabenstellungen dazu kommen. Wie beispielsweise das Pilotprojekt des Wiener Lebensmittel- und Ernährungsservice und des Wiener Integrationsfonds: Vom 20. März bis vorerst 12. April wird das Beratungsangebot des Wiener Lebensmittel-und Ernährungsservice ausgeweitet auf die Sprachen Türkisch und Serbisch-Kroatisch-Bosnisch. Der Hintergrund: Viele von den in Wien lebenden Migrantinnen und Migranten sind Moslems. Sie sind vom Rindfleischskandal besonders betroffen und verunsichert. "Wenn das Service von unseren ausländischen Mitbürgern angenommen wird, ist an eine Fortführung auch nach dem 12. April gedacht", weiß Hofer, der das Projekt gemeinsam mit dem Wiener Integrationsfonds auf die Füße gestellt hat.

o Chat mit Dr. Martin Hofer, am 21. März von 17 bis 19 Uhr, unter

www.wien.at
o Wiener Lebensmittel- und Ernährungsservice

Tel. 4000/8038, Mo-Fr 7-18 Uhr, Sa 7-15 Uhr
o Fremdsprachenservice in Türkisch, Serbisch, Kroatisch, Bosnisch:

20. März bis 12. April, jeweils Dienstags und Donnerstags von
13 bis 15 Uhr (Schluss) ra

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