Tschernobyl - 15 Jahre danach. Es ist nicht vorbei - Das Rote Kreuz startet breit angelegte Kampagne

Wien (OTS) - 15 Jahre nach dem atomaren Super-GAU stellt das Rote Kreuz eine vernichtende Diagnose: bei 77% der 90.000 Menschen, die pro Jahr in der Region um den Unglücksreaktor untersucht werden, sind krankhafte Veränderungen feststellbar. Der größte Teil der Betroffenen war zur Zeit des Unglücks noch nicht geboren oder unter vier Jahre alt. Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) hilft diesen Menschen und startet heute die diesjährige Katastrophenhilfekampagne. In allen relevanten Medien werden Inserate geschalten, es gibt ein Spendenmailing, einen Radio- und TV-Spot, der heute Freitag um 18:50 Uhr auf ORF2 Premiere hat.

"Es gibt Gegenden, da hat sich das Auftreten gewisser Formen von Krebs verhundertfacht! Allein von 1999 auf 2000 sind die Fälle von Schilddrüsenkrebs um 34 % gestiegen! Das Hauptproblem ist, dass die Menschen über zu geringe Widerstandskräfte verfügen. Genau hier möchten wir mit Hilfe der Bevölkerung und der Medien ansetzten", meint Bernhard Jany, Sprecher des ÖRK. "Um 320 Schilling können wir ein Kind aus Tschernobyl ein Jahr lang mit einem jodierten Vitaminpräparat versorgen, das die Abwehrkräfte stärkt und es vor Krankheiten schützt. Weiters werden wir mobile Labors und die dringend benötigten Ultraschallgeräte zur Verfügung stellen."

Unterstützt wird die breit angelegte Märzkampagne von Studenten der Werbeakademie, die zahlreiche Vorschläge eingebracht haben. Ausgewählt wurde das Projekt von Droste, Eßl, Feichtinger, Steiner und Velcovsky. Unter der Regie von Catharina Roland und der Leitung von Rosa Haider drehte Kameramann Thomas Benesch den Spot. Die Film-und Fernsehproduktion (ffp), das Tonstudio MG Sound und die Produktionsfirma K-Effects stellten ihre Arbeit unentgeltlich zur Verfügung. Beteiligt waren weiters: Monika Schwinger, Daniela Posch, Thomas Pohanka, Steve Coss, Klaus Krall und Carol Bukowsky von der Wiener Staatsoper, der die Choreographie entwickelte und Agnes Schmetterer, die sie tänzerisch umgesetzt hat. "Wir möchten den Kreativen und allen anderen Mitwirkenden und Medien für ihre kostenlose Arbeit von ganzem Herzen danken! Sie haben den entscheidenden Anteil am Erfolg der Kampagne und somit auch am Ausmaß der Hilfe des ÖRK für die Menschen in der Ukraine!"

Das Österreichische Rote Kreuz bittet um Spenden auf das PSK-Konto 2.345.000, Kennwort "Tschernobyl". Erlagscheine liegen in allen Postämtern auf.

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